Was kostet eine professionelle Website? Die ehrliche Antwort.
Die meisten Agenturen antworten: "Kommt drauf an." Wir erklären Ihnen stattdessen, welche Faktoren den Preis bestimmen, was Sie für verschiedene Budgets erwarten können und wie Sie ein Angebot richtig einordnen.
Warum Website-Preise so unterschiedlich sind
Wer zum ersten Mal nach Website-Preisen sucht, findet alles zwischen "kostenlos" und "sechsstellig". Das ist verwirrend — aber es hat einen Grund: Eine Website ist kein Produkt mit Festpreis, sondern ein Dienstleistungsprojekt. Vergleichen Sie es mit einer Renovierung: Ein frischer Anstrich im Flur kostet etwas völlig anderes als ein Komplettumbau mit neuem Grundriss.
Deshalb ist "Was kostet eine Website?" eigentlich die falsche erste Frage. Die richtige lautet: "Was soll die Website für mein Geschäft leisten?" Soll sie eine digitale Visitenkarte sein, die Öffnungszeiten zeigt? Oder ein Vertriebskanal, der regelmäßig Anfragen generiert? Die Antwort bestimmt den Preis — und ob sich die Investition lohnt.
Warum Agenturen ungern Preise nennen
Seriöse Agenturen antworten auf die Kostenfrage oft ausweichend — nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil sie den Aufwand erst einschätzen müssen. Wer Ihnen ohne Gespräch einen Festpreis nennt, arbeitet entweder mit Vorlagen, die wenig individuell sind, oder kalkuliert versteckte Kosten ein, die später kommen. Ein gutes Erstgespräch kostet Sie nichts, gibt aber beiden Seiten Klarheit.
Die sechs Faktoren, die den Preis bestimmen
Wenn Sie verstehen, woraus sich Website-Kosten zusammensetzen, können Sie Angebote besser einordnen und gezielter planen. Sechs Faktoren bestimmen, was eine Website am Ende kostet.
- Umfang: Wie viele Seiten, welche Funktionen? Eine Fünf-Seiten-Website mit Kontaktformular ist ein anderes Projekt als ein Portal mit Kundenkonto, Terminbuchung und mehrsprachigen Inhalten.
- Design: Fertige Vorlage, angepasstes Template oder komplett individuelles Design? Je mehr Sie sich visuell von der Konkurrenz abheben wollen, desto höher die Designkosten.
- Inhalte: Wer schreibt die Texte, wer liefert die Fotos? Professionelle Inhalte kosten Zeit und Geld — aber sie entscheiden darüber, ob Besucher bleiben oder abspringen.
- Technik: Ein einfaches CMS wie WordPress, ein Online-Shop mit Zahlungsabwicklung oder eine maßgeschneiderte Web-Anwendung? Komplexität treibt den Preis.
- SEO-Grundlagen: Technische Suchmaschinenoptimierung, Keyword-Struktur und schnelle Ladezeiten sollten von Anfang an mitgeplant werden — nachträglich wird es teurer.
- Laufende Kosten: Hosting, Wartung, Sicherheitsupdates und Domain — diese Kosten fallen dauerhaft an und werden bei der Planung oft vergessen.
Der größte versteckte Kostenfaktor
Die meisten Unternehmen unterschätzen den Aufwand für gute Inhalte. Texte, Fotos und die richtige Seitenstruktur machen den Unterschied zwischen einer Website, die Kunden bringt, und einer, die einfach nur existiert. Agenturen, die Inhaltsarbeit einschließen, sind teurer — liefern aber in der Regel deutlich bessere Ergebnisse.
Was Sie für verschiedene Budgets erwarten können
Pauschale Preise gibt es nicht — aber eine realistische Orientierung schon. Die folgenden vier Stufen zeigen, was Sie für unterschiedliche Investitionen erwarten können. Die Angaben beziehen sich auf die einmaligen Projektkosten, laufende Kosten kommen dazu.
- Do-it-yourself mit Baukasten (niedriger dreistelliger Bereich): Plattformen wie Wix oder Jimdo ermöglichen eine einfache Website ohne Agentur. Für Vereine, Nebenprojekte oder eine erste Übergangslösung kann das ausreichen. Für ein Unternehmen, das über die Website Kunden gewinnen will, stoßen Baukästen schnell an Grenzen: eingeschränktes SEO, wenig Individualität, kein strategischer Aufbau.
- Einstieg professionell (niedriger vierstelliger Bereich): Eine solide Unternehmenswebsite mit mehreren Seiten, Content-Management-System, Kontaktformular, mobilem Design und SEO-Grundlagen. Für die meisten lokalen Dienstleister, Praxen und Handwerksbetriebe der richtige Einstieg. Sie bekommen eine Website, die professionell aussieht, bei Google auffindbar ist und Anfragen generiert.
- Mittelklasse (mittlerer vierstelliger Bereich): Individuelles Design, umfangreichere Inhalte mit professionellen Texten und Fotos, erweiterte Funktionen wie Terminbuchung, Kundenbereiche oder ein kleinerer Online-Shop. Für Unternehmen, die sich klar vom Wettbewerb abheben wollen.
- Umfangreich (fünfstelliger Bereich und mehr): Komplexe Web-Anwendungen, große Online-Shops mit Warenwirtschafts-Anbindung, mehrsprachige Portale oder Plattformen mit individueller Geschäftslogik. Hier beginnt der Bereich, in dem Standardlösungen nicht mehr ausreichen.
Vorsicht bei Dumpingpreisen
Wenn ein Angebot weit unter dem Marktniveau liegt, fragen Sie nach, was fehlt. Häufig werden SEO, responsives Design, Inhaltserstellung, Einweisung oder laufende Wartung nicht einkalkuliert. Besonders kritisch: Anbieter, die Ihnen keine Eigentumsrechte an der Website einräumen oder Sie in ein proprietäres System einschließen, das Sie nicht mitnehmen können.
Laufende Kosten: Was nach dem Launch kommt
Die Erstellung ist nur der Anfang. Nach dem Launch fallen laufende Kosten an, die Sie von Beginn an einplanen sollten. Eine Website ohne Pflege verliert über die Jahre an Sicherheit, Geschwindigkeit und Sichtbarkeit — das ist wie ein Geschäft, das nach der Eröffnung nie wieder geputzt wird.
- Hosting und Domain: Die Grundkosten für den Betrieb Ihrer Website. Im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr — je nach Anforderungen an Geschwindigkeit, Speicher und Support.
- Wartung und Sicherheit: Regelmäßige Updates des CMS und der Plugins, Backups, SSL-Zertifikate und Sicherheitsmonitoring. Wer hier spart, riskiert Ausfälle oder im schlimmsten Fall einen gehackten Webauftritt.
- Inhaltspflege: Neue Öffnungszeiten, ein aktualisiertes Team-Foto, ein neues Leistungsangebot — regelmäßige Aktualisierungen zeigen Kunden und Suchmaschinen, dass Ihr Unternehmen aktiv ist.
- SEO und Marketing: Suchmaschinenoptimierung ist kein einmaliges Projekt. Wer dauerhaft gefunden werden will, investiert laufend in Inhalte, technische Optimierung und ggf. Suchmaschinenwerbung.
- Weiterentwicklung: Nach ein bis zwei Jahren lohnt sich ein Blick auf neue Möglichkeiten — ein zusätzliches Feature, eine bessere Nutzerführung oder ein visuelles Update, das mit dem Markt Schritt hält.
Website als Investition, nicht als Ausgabe
Rechnen Sie einmal nach: Wenn Ihre Website jeden Monat nur eine einzige zusätzliche Kundenanfrage bringt, die zu einem Auftrag wird — wie schnell hat sich die Investition amortisiert? Für die meisten lokalen Unternehmen ist die Website der Vertriebskanal mit dem besten Verhältnis von Kosten zu Wirkung.
Ein Website-Angebot richtig lesen und vergleichen
Wenn Sie Angebote von verschiedenen Agenturen einholen, vergleichen Sie nicht nur die Endsumme. Ein günstiges Angebot kann am Ende teurer werden als ein zunächst höherer Preis, der alles Wichtige enthält. Achten Sie auf diese sechs Punkte.
- Ist der Umfang klar definiert? Wie viele Seiten, welche Funktionen, welche Inhalte sind enthalten? Vage Formulierungen wie "individuelle Website" sagen wenig aus.
- Was ist im Preis enthalten, was kostet extra? Texterstellung, Bildrecherche, SEO-Einrichtung und Einweisung ins CMS sind häufig nicht im Grundpreis enthalten — aber essenziell.
- Wem gehört die Website nach Fertigstellung? Klären Sie Eigentumsrechte an Design, Code und Inhalten. Sie sollten die Website jederzeit zu einem anderen Anbieter umziehen können.
- Was kostet der laufende Betrieb? Hosting, Wartung und Support — manche Agenturen bieten günstige Erstellung, aber teure monatliche Pakete. Fragen Sie nach den Gesamtkosten über drei Jahre.
- Gibt es Referenzen vergleichbarer Projekte? Hat die Agentur Erfahrung mit Ihrer Branche und Projektgröße? Referenzen sagen mehr als Versprechen.
- Wie läuft die Zusammenarbeit? Gibt es einen festen Ansprechpartner? Wie sind Feedback-Runden organisiert? Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Eine klare Prozessbeschreibung schützt beide Seiten.
Drei Angebote einholen — aber richtig
Drei Angebote zu vergleichen ist sinnvoll — aber nur, wenn alle Agenturen dasselbe Projekt bewerten. Schreiben Sie ein kurzes Briefing mit Ihren Zielen, Zielgruppen und Anforderungen. Das dauert eine Stunde, spart aber Wochen an Missverständnissen und macht die Angebote wirklich vergleichbar.
Website-Kosten in Weimar und Thüringen
In Weimar und Thüringen arbeiten zahlreiche Web-Agenturen, Freelancer und Digitaldienstleister. Im Vergleich zu Großstädten wie Hamburg, München oder Berlin sind die Stundensätze niedriger, was sich direkt auf die Projektkosten auswirkt. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede lokale Agentur günstiger ist — die Qualitätsunterschiede sind genauso groß wie anderswo.
Der Vorteil einer Agentur in der Region: persönliche Treffen, kurze Wege und ein Verständnis für den lokalen Markt. Wer in Weimar eine Bäckerei, eine Praxis oder einen Handwerksbetrieb betreibt, profitiert von einer Agentur, die weiß, wie lokale Kunden suchen und entscheiden. Für hoch spezialisierte Projekte — etwa ein internationales E-Commerce-Portal — kann dagegen eine überregionale Agentur die bessere Wahl sein.
Ihr nächster Schritt
Bevor Sie fragen "Was kostet eine Website?", klären Sie für sich: Was soll die Website für Ihr Geschäft leisten? Welche Kunden wollen Sie erreichen? Welche Funktionen brauchen Sie wirklich? Mit diesen Antworten bekommen Sie von jeder Agentur ein aussagekräftiges Angebot — und können informiert entscheiden. Ein kostenloses Erstgespräch hilft, diese Fragen zu klären.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Preis einer Website hängt von sechs Faktoren ab: Umfang, Design, Inhalte, Technik, SEO und laufende Kosten. Definieren Sie zuerst, was die Website leisten soll.
- Eine solide Unternehmenswebsite für lokale Betriebe beginnt im niedrigen vierstelligen Bereich — wichtiger als der Preis ist, was die Website für Ihr Geschäft bringt.
- Die größten versteckten Kosten sind Inhalte (Texte, Fotos) und die laufende Pflege nach dem Launch. Planen Sie beides von Anfang an ein.
- Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach dem Preis, sondern nach Leistungsumfang, Eigentumsrechten und laufenden Kosten.
- Eine Website ist kein einmaliger Kauf, sondern eine laufende Investition. Eine gepflegte Website bringt über Jahre neue Kunden — eine vernachlässigte kostet nur.
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