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Webdesign

Baukasten, CMS oder Agentur — die richtige Plattform für Ihre Website

Die Plattformwahl bestimmt, was Ihre Website kann, wie flexibel sie ist und was sie langfristig kostet. Erfahren Sie, welcher Weg für Ihr Unternehmen der richtige ist — und worauf Sie bei Domain und Hosting achten müssen.

Warum die Plattformwahl so wichtig ist

Bevor eine einzige Zeile Text geschrieben oder ein Pixel gestaltet wird, steht eine grundlegende Entscheidung an: Mit welcher Technologie wird Ihre Website gebaut? Diese Wahl bestimmt, wie flexibel Ihre Seite ist, was sie leisten kann, wie viel Wartung sie braucht und was sie langfristig kostet.

Vier Faktoren bestimmen die Entscheidung: Ihre Ziele für die Website, die speziellen Anforderungen an Funktionen und Gestaltung, Ihr verfügbares Budget in Zeit und Geld sowie die vorhandenen technischen Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen. Es gibt keinen universell besten Weg — nur den richtigen für Ihre Situation.

Drei separate Entscheidungen

Domain, Hosting und Plattform sind drei verschiedene Dinge. Ihre Domain ist die Adresse (www.ihr-unternehmen.de). Hosting ist der Speicherplatz, auf dem die Website liegt. Die Plattform ist das Werkzeug, mit dem die Website gebaut und gepflegt wird. Manchmal kommen alle drei vom selben Anbieter, aber das muss nicht so sein.

Website-Baukasten — schnell, aber begrenzt

Baukastensysteme wie Jimdo, WIX oder Squarespace sind der einfachste Einstieg. Sie bieten vorgefertigte Designs, die sich per Drag-and-Drop anpassen lassen — ganz ohne Programmierkenntnisse. Texte eintippen, Bilder hochladen, veröffentlichen. Für eine einfache Präsenz mit wenigen Unterseiten kann das ausreichen.

Der Nachteil: Die Anpassungsmöglichkeiten sind begrenzt. Sobald Sie individuelle Funktionen brauchen, ein besonderes Design umsetzen oder die Website stärker wachsen soll, stoßen Baukästen an ihre Grenzen. Außerdem sind Sie an den Anbieter gebunden — ein Umzug der Website zu einem anderen System ist oft aufwendig.

  • Geeignet für: Kleinere Unternehmen mit einfacher Website und wenigen Unterseiten, die selten aktualisiert werden.
  • Vorteile: Keine technischen Kenntnisse nötig, schnelle Einrichtung, günstiger Einstieg.
  • Nachteile: Begrenzte Gestaltung und Erweiterungen, Abhängigkeit vom Anbieter, oft schlechtere SEO-Möglichkeiten.

Versteckte Kosten

Viele Baukasten-Anbieter locken mit günstigen Einstiegspreisen. Sobald Sie aber eigene Domain, werbefreie Darstellung oder erweiterte Funktionen wollen, steigen die monatlichen Kosten. Rechnen Sie die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre, bevor Sie sich entscheiden.

Content-Management-System — die flexible Mitte

Content-Management-Systeme wie WordPress, Contao oder Joomla sind Plattformen, über die Sie Ihre Website-Inhalte über eine Benutzeroberfläche verwalten — ohne direkt Code schreiben zu müssen. Neue Seiten anlegen, Texte ändern, Bilder tauschen: Das alles funktioniert über ein Dashboard, ähnlich wie das Schreiben einer E-Mail.

Der große Vorteil gegenüber Baukästen: CMS bieten umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten und lassen sich durch Plugins erweitern. Brauchen Sie ein Kontaktformular, einen Veranstaltungskalender, einen Blog oder einen Online-Shop? Für fast jede Anforderung gibt es eine Erweiterung. Die Einrichtung und Wartung sind allerdings aufwendiger — Updates müssen eingespielt werden, Plugins müssen kompatibel gehalten werden.

  • Geeignet für: Unternehmen, die ihre Website regelmäßig aktualisieren, wachsen wollen oder spezielle Funktionen brauchen.
  • Vorteile: Große Gestaltungsfreiheit, erweiterbar durch Plugins, Inhalte selbst pflegbar.
  • Nachteile: Einrichtung braucht technisches Wissen oder professionelle Hilfe, regelmäßige Wartung und Updates nötig.
  • WordPress ist mit Abstand das meistgenutzte CMS weltweit — das bedeutet große Community, viele Plugins und einfache Suche nach Fachleuten.

Bei der Auswahl eines CMS helfen diese Kernfragen: Bietet das System einen visuellen Editor, mit dem Sie Inhalte ohne Programmierkenntnisse pflegen können? Ist responsives Design (automatische Anpassung an Smartphone und Tablet) eingebaut? Wie steht es um Sicherheit und regelmäßige Updates? Lassen sich Erweiterungen (Plugins) für Formulare, SEO oder Newsletter einfach nachrüsten? Und können Sie Metadaten wie Seitentitel und Beschreibungen für die Suchmaschinenoptimierung selbst eingeben? Ein wichtiger Grundsatz: Jemand in Ihrem Unternehmen muss die technische Verantwortung für das CMS übernehmen — oder Sie lassen sich durch einen Wartungsvertrag absichern.

Praxis-Tipp

Wenn Sie ein CMS nutzen, planen Sie regelmäßige Updates ein. Veraltete WordPress-Installationen mit ungepatchten Plugins sind eines der häufigsten Einfallstore für Hackerangriffe. Ein monatlicher Wartungstermin reicht meistens.

Statische und maßgeschneiderte Websites

Statische Websites bestehen aus festen HTML-Seiten ohne dynamische Datenbank im Hintergrund. Sie sind wartungsarm, extrem schnell und sicher — weil es keine Datenbank gibt, die gehackt werden könnte. Durch moderne Frameworks haben statische Websites ein Comeback erlebt und bieten heute eine professionelle Entwicklungserfahrung.

Für Unternehmen, deren Website-Inhalte sich selten ändern, kann das eine sehr gute Lösung sein. Der Nachteil: Inhaltliche Änderungen erfordern technisches Wissen oder die Hilfe eines Entwicklers. Für Websites, die regelmäßig aktualisiert werden müssen, ist ein CMS oder eine Hybridlösung besser geeignet.

  • Geeignet für: Informationsseiten mit feststehenden Inhalten, die Wert auf Geschwindigkeit und Sicherheit legen.
  • Vorteile: Sehr schnelle Ladezeiten, minimale Wartung, hohe Sicherheit, günstiges Hosting.
  • Nachteile: Inhaltsänderungen erfordern technisches Wissen, keine dynamischen Funktionen ohne zusätzliche Dienste.

Moderne Hybrid-Ansätze

Heute gibt es Frameworks, die statische Seiten mit dynamischen Elementen kombinieren. Die Seite wird statisch ausgeliefert — schnell und sicher — aber Formulare, Suchfunktionen oder personalisierte Inhalte funktionieren trotzdem. Das ist die Technik, die wir bei Weimar Web einsetzen.

Domain und Hosting — die technische Grundlage

Bevor eine Website online gehen kann, brauchen Sie zwei Dinge: eine Domain als Adresse und ein Hosting-Paket als Speicherplatz. Beides sind grundlegende Entscheidungen, die sich auf Ihre Auffindbarkeit und Performance auswirken.

  • Wählen Sie eine kurze, einprägsame Domain, die eindeutig Ihrem Unternehmen zuzuordnen ist. Komplizierte Abkürzungen und Zahlenkombinationen verwirren mehr als sie helfen.
  • Für lokale Unternehmen in Deutschland ist .de die natürlichste Wahl. Sie signalisiert regionale Zugehörigkeit und Vertrautheit.
  • Prüfen Sie die Domain-Verfügbarkeit über Anbieter wie IONOS, Strato oder andere Registrare.
  • Beim Hosting zählen zuverlässiger Support und ausreichend Speicherplatz. Besonders wenn Ihre Website viele Bilder oder Dokumente enthält.
  • HTTPS-Verschlüsselung ist heute unverzichtbarer Standard — für die Sicherheit Ihrer Besucher und für Ihr Google-Ranking.

Domain-Check

Ihre Domain sollte den Drei-Sekunden-Test bestehen: Können Sie die Adresse jemandem am Telefon diktieren, ohne buchstabieren zu müssen? Wenn ja, haben Sie eine gute Domain. Wenn nicht, suchen Sie weiter.

Regionale und branchenspezifische Domains

Neben .de gibt es seit 2014 regionale Top-Level-Domains wie .berlin, .hamburg, .koeln oder .bayern. Für bestimmte Branchen gibt es auch fachspezifische Endungen wie .clinic, .dentist oder .fitness. Diese Domains signalisieren sofort lokale oder fachliche Zugehörigkeit. Tipp: Wenn Sie an eine Praxisnachfolge denken, verwenden Sie einen Domainnamen ohne den Inhabernamen — eine fachbezogene Domain lässt sich leichter übergeben.

Wann eine Agentur die richtige Wahl ist

Nicht jedes Unternehmen hat die Kapazität oder das Know-how, eine Website selbst zu erstellen. In diesem Fall ist die Zusammenarbeit mit einer Agentur oder einem Freelancer der richtige Weg. Entscheidend ist, dass von Anfang an klar kommuniziert wird: Welche Inhalte sollen auf die Website? Welche Funktionen werden gebraucht? Wie soll die Seite später gepflegt werden?

  • Erstellen Sie ein klares Briefing: Inhalte, Funktionen, Zielgruppe, Vorbilder. Je präziser Ihre Vorstellungen, desto besser das Ergebnis.
  • Prüfen Sie Referenzen. Hat die Agentur Erfahrung mit vergleichbaren Projekten in Ihrer Branche oder Region?
  • Klären Sie die Pflege-Frage vorab: Können Sie Texte und Bilder anschließend selbst ändern? Oder sind Sie für jede Kleinigkeit auf die Agentur angewiesen?
  • Hinterfragen Sie langfristige Wartungsverträge kritisch. In vielen Fällen reicht eine einmalige Erstellung mit anschließender Schulung. Monatliche Wartungspauschalen können über die Jahre teurer werden als die Website selbst.

Unser Ansatz

Wir setzen auf moderne Technologien, die schnell, sicher und wartungsarm sind. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass Sie die wichtigsten Inhalte selbst pflegen können. So behalten Sie die Kontrolle, ohne für jede Textänderung einen Dienstleister beauftragen zu müssen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Plattformwahl ist eine strategische Entscheidung. Sie bestimmt Flexibilität, Wartungsaufwand und langfristige Kosten Ihrer Website.
  • Baukastensysteme wie Jimdo oder WIX sind schnell eingerichtet, aber in Gestaltung und Funktionsumfang begrenzt.
  • Content-Management-Systeme wie WordPress bieten mehr Möglichkeiten, erfordern aber regelmäßige Wartung und technisches Grundwissen.
  • Ihre Domain sollte kurz, einprägsam und eindeutig sein. Für lokale Unternehmen in Deutschland ist .de die beste Wahl.
  • Bei der Agenturwahl zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Frage: Können Sie Ihre Website anschließend selbst pflegen?

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