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Webdesign

Erst planen, dann bauen — warum eine gute Website ein Konzept braucht

Die meisten Unternehmenswebsites entstehen ohne echten Plan. Das Ergebnis: Seiten, die niemandem helfen. Erfahren Sie, wie Sie mit klaren Zielen, echten Nutzerbedürfnissen und einer durchdachten Struktur eine Website schaffen, die tatsächlich Kunden bringt.

Warum jede gute Website mit einem Plan beginnt

Viele Websites entstehen nach dem Prinzip: Logo rein, ein paar Texte schreiben, fertig. Das Ergebnis sind Seiten, die zwar existieren, aber nichts bewirken. Besucher finden nicht, was sie suchen. Wichtige Informationen fehlen. Die Seite sieht aus wie tausend andere. Und nach ein paar Monaten gerät sie in eine Art Dornröschenschlaf — veraltet, ungepflegt, wirkungslos.

Eine Website-Konzeption ist der Bauplan, der das verhindert. Sie klärt vorab, was die Seite erreichen soll, für wen sie gedacht ist, welche Inhalte sie braucht und wie alles zusammenspielt. Das spart nicht nur Geld bei der Umsetzung, sondern sorgt dafür, dass die Website von Anfang an ihren Job macht: Kunden gewinnen, Vertrauen aufbauen, Anfragen erzeugen.

10 Schritte zum fertigen Konzept

Die professionelle Website-Planung folgt einem bewährten Ablauf: Ziele definieren, Zielgruppen analysieren, Personas entwickeln, Inhalte strukturieren, Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten, Design konzipieren, Barrierefreiheit einplanen, Technik wählen, SEO vorbereiten, Pflege organisieren. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.

Ziele und Zielgruppen — das Fundament Ihres Konzepts

Bevor Sie über Design oder Texte nachdenken, brauchen Sie Klarheit über zwei Dinge: Was soll Ihre Website für Ihr Geschäft leisten? Und wer soll sie nutzen? Ohne diese Antworten bauen Sie ins Blaue.

Strategische Ziele geben die große Richtung vor: Neue Kunden gewinnen, Bekanntheit in Weimar steigern, Vertrauen bei potenziellen Auftraggebern aufbauen. Operative Ziele machen den Erfolg messbar: Drei Kontaktanfragen pro Woche über das Formular, zehn Newsletter-Anmeldungen im Monat, 25 Prozent mehr Klicks auf die Leistungsseite. Erst die operativen Ziele verraten Ihnen später, ob Ihre Website funktioniert oder nicht.

  • Analysieren Sie, wer Ihre Website tatsächlich besucht. Sind es Neukunden, die zum ersten Mal von Ihnen hören? Bestandskunden, die Kontaktdaten suchen? Oder Bewerber, die Ihr Unternehmen kennenlernen wollen?
  • Drei Besuchertypen prägen die Suchintention: Informationssucher wollen Wissen, Organisationssucher brauchen praktische Daten wie Öffnungszeiten oder Adressen, Aktionssucher wollen sofort handeln — zum Beispiel einen Termin buchen.
  • Jeder Besuchertyp braucht andere Inhalte an anderen Stellen. Eine einzige Kontaktseite reicht nicht, wenn jemand auf Ihrer Leistungsseite zum Handeln bereit ist.

Praxis-Tipp für Weimar

Als lokales Unternehmen haben Sie einen klaren Vorteil: Ihre Zielgruppe ist greifbar. Sie wissen, wer in Ihren Laden kommt, wer anruft und wer auf Google nach Ihnen sucht. Nutzen Sie dieses Wissen. Fragen Sie Ihre besten Kunden: Was haben Sie gesucht, bevor Sie uns gefunden haben?

Personas und Nutzerreisen — Ihre Website aus Kundensicht denken

Eine Zielgruppe ist abstrakt. Eine Persona ist konkret. Statt „Männer zwischen 40 und 60 in Thüringen“ denken Sie an Thomas, 52, Elektromeister in Weimar, sucht online nach einem zuverlässigen Steuerberater. Er tippt „Steuerberater Weimar Handwerk“ in Google ein, klickt das erste Ergebnis an und erwartet sofort zu sehen: Wer ist das? Kennen die sich mit Handwerksbetrieben aus? Wie nehme ich Kontakt auf?

Personas machen deutlich, welche Informationen Ihre Besucher brauchen und in welcher Reihenfolge. Drei bis fünf Personas reichen für die meisten Unternehmen. Ergänzen Sie jede Persona um eine Nutzerreise: Wie kommt diese Person auf Ihre Seite? Was sucht sie zuerst? Welche Seiten klickt sie an? An welcher Stelle entscheidet sie sich, Kontakt aufzunehmen — oder abzuspringen?

  • Geben Sie jeder Persona einen Namen, ein Alter und eine konkrete Situation. Das macht die Planung sofort greifbarer als abstrakte Zielgruppen.
  • Definieren Sie für jede Persona den Einstiegspunkt: Kommt sie über Google, über eine Empfehlung, über Social Media oder über einen Brancheneintrag?
  • Prüfen Sie die Nutzerreise gegen Ihre Seitenstruktur: Findet die Persona auf jedem Schritt das, was sie braucht? Gibt es Sackgassen oder fehlende Informationen?
  • Typisches Problem: Ihre Leistungsseite erklärt, was Sie tun — aber nicht, was es kostet, wie lange es dauert oder wie der nächste Schritt aussieht.

Häufiger Fehler

Viele Unternehmer gestalten ihre Website aus der eigenen Perspektive: Was wollen wir zeigen? Die bessere Frage lautet: Was braucht mein Kunde, um sich für mich zu entscheiden? Wenn die Antwort auf Ihrer Website fehlt, geht der Besucher zum Mitbewerber.

Inhalte und Seitenstruktur — was auf Ihre Website gehört

Ihre Website braucht zwei Ebenen: eine Makrostruktur, die das Gesamtgerüst bildet — welche Haupt- und Unterseiten gibt es, wie sind sie miteinander verknüpft? Und eine Mikrostruktur, die jede einzelne Seite organisiert — in welcher Reihenfolge stehen die Informationen, wo befinden sich die Handlungsaufrufe?

Zur Kernpräsentation gehören: Ihr Name und Standort, Kontaktmöglichkeiten mit echten Erreichbarkeitszeiten, Ihre Leistungen mit Substanz statt Stichpunkten, Ihr Team mit echten Gesichtern und Ihre Geschichte. Ergänzende Inhalte können FAQs sein, ein Blog mit aktuellen Themen, Kundenstimmen, ein Downloadbereich oder ein Veranstaltungskalender.

  • Jede Leistung verdient eine eigene Seite. Ein Satz in einer Aufzählung reicht nicht, um einen potenziellen Kunden zu überzeugen.
  • Kontaktmöglichkeiten gehören auf jede Seite — nicht nur auf die Kontaktseite. Telefonnummer im Header, Formular im Footer, Button nach jedem Abschnitt.
  • Nicht beantwortete E-Mails oder Anfragen sind schlimmer als keine Kontaktmöglichkeit. Wenn Sie ein Formular anbieten, müssen Sie es auch bedienen.
  • Vergessen Sie nicht die rechtlichen Pflichtseiten: Impressum, Datenschutzerklärung und seit Juni 2025 die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes.

Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten

Warum sollte jemand ausgerechnet bei Ihnen kaufen und nicht beim Mitbewerber? Fragen Sie sich: Was bieten wir, was andere nicht haben? Besondere Expertise, langjährige Erfahrung, persönlicher Service, regionale Verwurzelung? Dieses Alleinstellungsmerkmal muss auf Ihrer Website sofort erkennbar sein.

Mitbewerber analysieren

Bevor Sie Ihre Website planen, schauen Sie sich systematisch drei bis fünf Websites Ihrer Mitbewerber an. Bewerten Sie Design, Benutzerfreundlichkeit, Aktualität und Mobiloptimierung. Prüfen Sie deren Google-Bewertungen und Social-Media-Aktivitäten. Schauen Sie auch über den Tellerrand: Welche alternativen Anbieter gibt es — Online-Plattformen, überregionale Konkurrenz? So erkennen Sie Lücken, die Ihre Website füllen kann.

Bestandsaufnahme für bestehende Websites

Wenn Sie bereits eine Website haben, beginnen Sie mit einer systematischen Bestandsaufnahme: Legen Sie eine Tabelle an mit URL, Navigationsbezeichnung, Seitenüberschrift, Seitentyp und Inhaltsart. Prüfen Sie jeden Inhalt: Ist er relevant, aktuell, verständlich und fehlerfrei? Ergänzen Sie die Bestandsaufnahme um eine Usability-Bewertung: Wie gut funktionieren Navigation, Lesbarkeit, Formulare und Barrierefreiheit? Sortieren Sie die Ergebnisse nach Dringlichkeit und konzentrieren Sie sich auf die drei bis fünf Punkte mit dem größten Verbesserungspotenzial — das ist die Basis für jeden erfolgreichen Relaunch.

Kennzeichnung und Navigation — wie Besucher sich zurechtfinden

Drei Arten von Beschriftungen entscheiden darüber, ob Ihre Website für Menschen und Suchmaschinen funktioniert: Seitentitel (im Browser-Tab und in Suchergebnissen), URLs (kurz, beschreibend, mit Schlüsselwörtern) und Navigationslabels (müssen zum Suchverhalten Ihrer Nutzer passen). Alle drei sollten aufeinander abgestimmt sein.

Gute Kennzeichnung beantwortet fünf Fragen jedes Besuchers: Wo bin ich gerade? Bin ich hier richtig? Entspricht diese Seite meinen Erwartungen? Wohin kann ich von hier aus gehen? Soll ich diesen Link anklicken? Wenn eine Ihrer Seiten auch nur eine dieser Fragen offenlässt, verlieren Sie Besucher.

  • Verwenden Sie keine Fachbegriffe in der Navigation. Wenn Ihre Kunden „Behandlungen“ suchen, schreiben Sie nicht „Leistungsspektrum“.
  • Keine Abkürzungen oder Fantasienamen: „IGD“ oder „Unser Ansatz“ sagt niemandem etwas.
  • URLs sollten lesbar sein: /leistungen/webdesign statt /services/page?id=47.
  • Inhalte lassen sich auf verschiedene Weisen ordnen: alphabetisch (Mitarbeiter, Leistungskatalog), zeitlich (Blog, Veranstaltungen), thematisch (Leistungsbereiche) oder nach Zielgruppen. Wählen Sie die Ordnung, die Ihren Nutzern am meisten hilft.

Unternehmensperspektive vermeiden

Ein häufiger Fehler: Die Seitenstruktur spiegelt die interne Firmenorganisation statt die Denkweise der Kunden. Nutzer denken nicht in Abteilungen. Sie denken in Problemen und Lösungen. Strukturieren Sie Ihre Website entlang der Fragen Ihrer Kunden, nicht entlang Ihres Organigramms.

Ihre Startseite — der 3-Sekunden-Test

Studien zeigen, dass Besucher rund 57 Prozent ihrer Betrachtungszeit im oberen Seitenbereich verbringen — dem sogenannten Above-the-fold-Bereich, der ohne Scrollen sichtbar ist. In diesen ersten Sekunden entscheidet sich, ob jemand bleibt oder geht.

Eine gute Startseite beantwortet fünf Fragen, bevor der Besucher scrollen muss: Worum geht es hier? Was kann ich hier tun? Was wird angeboten? Warum hier und nicht woanders? Wo fange ich an? Wenn Ihre Startseite auch nur eine dieser Fragen offenlässt, verlieren Sie Besucher.

  • Headline: Eine klare Aussage, die Ihr Angebot auf den Punkt bringt. Kein „Willkommen auf unserer Website“, sondern „Maßgefertigte Küchen aus Weimar — Planung, Fertigung und Einbau aus einer Hand“.
  • Subheadline: Ein ergänzender Satz, der den Nutzen für den Besucher klärt. „Seit 15 Jahren gestalten wir Küchenträume für Familien in Thüringen.“
  • Visuelles Element: Ein professionelles Bild oder Video, das Ihre Arbeit zeigt — nicht ein generisches Stockfoto.
  • Call-to-Action: Ein sichtbarer Button mit klarer Handlungsaufforderung: „Kostenlose Beratung anfragen“ oder „Jetzt Termin vereinbaren“.

Der Selbsttest

Zeigen Sie Ihre Startseite jemandem, der Ihr Unternehmen nicht kennt. Geben Sie der Person drei Sekunden. Fragen Sie dann: Was macht dieses Unternehmen? Was könntest du hier tun? Wenn die Antworten unklar sind, hat Ihre Startseite ein Problem.

Wie wir Sie bei der Website-Konzeption unterstützen

Die Konzeptphase ist der wichtigste Teil eines Website-Projekts. Hier werden die Weichen gestellt, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wir begleiten lokale Unternehmen in Weimar und Thüringen durch diesen Prozess — von der Zielanalyse über die Persona-Entwicklung bis zur fertigen Seitenstruktur.

Das Ergebnis ist kein abstrakter Strategiepapier, sondern ein konkreter Fahrplan: Welche Seiten brauchen Sie, welche Inhalte gehören darauf, wie sieht die Navigation aus, und welche Handlungsaufrufe führen Besucher zum nächsten Schritt. Damit die Umsetzung effizient läuft und die fertige Website genau das leistet, was sie soll.

Kostenfreie Erstberatung

Sie planen einen neuen Internetauftritt oder möchten Ihre bestehende Website auf den Prüfstand stellen? Sprechen Sie uns an. Wir schauen uns Ihre aktuelle Situation an und zeigen Ihnen, wo die größten Potenziale liegen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Website ohne Konzept ist wie ein Haus ohne Bauplan — sie funktioniert nicht zuverlässig und wird teuer in der Nachbesserung.
  • Strategische Ziele geben die Richtung vor, operative Ziele machen den Erfolg messbar — zum Beispiel drei Kontaktanfragen pro Woche.
  • Personas und Nutzerreisen helfen Ihnen, Ihre Website aus Sicht Ihrer Kunden zu denken, statt aus Ihrer eigenen Perspektive.
  • Besucher entscheiden in Sekunden, ob sie bleiben oder gehen. Ihre Startseite muss sofort klären: Worum geht es, und was kann ich hier tun?
  • Ein gutes Konzept berücksichtigt von Anfang an alle zehn Schritte — von der Zielsetzung bis zur langfristigen Pflege.

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