Web Analytics — Ihre Website erzählt Ihnen, was funktioniert
Viele Unternehmen haben Google Analytics installiert, schauen aber nie rein. Dabei beantwortet Web Analytics die wichtigsten Geschäftsfragen: Woher kommen Ihre Besucher? Was tun sie? Und werden sie zu Kunden?
Was ist Web Analytics? Mehr als ein Besucherzähler
Web Analytics — auch Webanalyse oder Traffic-Analyse genannt — umfasst die Erfassung, Auswertung und Interpretation von Daten über das Verhalten Ihrer Website-Besucher. Das Ziel: Verstehen, was auf Ihrer Website funktioniert, was nicht, und wo Optimierungspotenzial liegt.
Für viele kleine Unternehmen ist Web Analytics ein blinder Fleck. Google Analytics ist installiert — oft vom Webentwickler eingerichtet — aber niemand schaut regelmäßig rein. Dabei beantwortet dieses Tool die wichtigsten Geschäftsfragen: Bringt meine Website überhaupt Kunden? Welche Inhalte funktionieren? Lohnt sich meine Google-Ads-Kampagne?
Die eine Kernfrage
Hinter allen Analytics-Daten steht eine einzige Frage: Tut meine Website, was sie soll? Wenn ja — was genau funktioniert? Wenn nein — wo verliere ich Besucher? Web Analytics macht aus Vermutungen messbare Fakten.
Sieben Fragen, die Web Analytics beantwortet
Bevor Sie sich in Dashboards und Metriken verlieren: Web Analytics beantwortet sieben grundlegende Geschäftsfragen. Wenn Sie diese sieben Fragen regelmäßig beantworten können, haben Sie bereits mehr Klarheit als die meisten Ihrer Wettbewerber.
- Woher kommen meine Besucher? Über Google, Social Media, direkte Eingabe oder Verlinkungen? Die Antwort zeigt, wo Ihr Marketing wirkt — und wo nicht.
- Wie effektiv sind meine Werbemaßnahmen? Welcher Kanal bringt die meisten Besucher pro investiertem Euro? Banner, Google Ads oder ein Blogartikel?
- Wie viele Menschen besuchen meine Website? Steigen die Zahlen oder sinken sie? Brauche ich mehr Maßnahmen zur Besuchergewinnung?
- Wo und wie schnell springen Besucher ab? Auf welchen Seiten verlieren Sie die meisten Besucher? Das zeigt, wo Optimierung nötig ist.
- Kommen Besucher wieder? Oder sind es immer nur Einmalbesucher? Wiederkehrende Besucher sind ein Zeichen für relevante Inhalte.
- Welche Inhalte werden genutzt? Welche Seiten werden gelesen, welche ignoriert? Die Antwort bestimmt Ihre Content-Strategie.
- Werden Besucher zu Kunden? Wie viele füllen das Kontaktformular aus, rufen an oder kaufen? Die wichtigste Kennzahl überhaupt.
Starten Sie mit drei Fragen
Für den Anfang reichen drei Fragen: Woher kommen meine Besucher? Springen sie sofort wieder ab? Und wie viele werden zu Anfragen? Allein diese drei Antworten liefern genug Grundlage für bessere Marketingentscheidungen.
Die sieben wichtigsten Website-Kennzahlen
Web Analytics liefert Dutzende Metriken. Für lokale Unternehmen sind sieben Kennzahlen entscheidend — den Rest können Sie ignorieren, bis Ihr Geschäft komplexer wird.
- Bounce Rate (Absprungrate): Wie viel Prozent der Besucher verlassen die Seite ohne eine weitere Aktion? Über 70 Prozent ist ein Warnsignal.
- Hits: Die Gesamtzahl aller Datenabrufe — weniger aussagekräftig als andere Metriken, aber ein grober Aktivitätsindikator.
- Page Impressions (Seitenaufrufe): Wie viele Seiten werden insgesamt angeschaut? Mehr Seitenaufrufe pro Besuch bedeuten: Ihre Inhalte interessieren.
- Visits (Besuche): Die Gesamtzahl der Besuche auf Ihrer Website. Ein Nutzer kann mehrere Besuche generieren.
- Unique Visitors (Einzelbesucher): Wie viele verschiedene Personen besuchen Ihre Website? Die ehrlichste Reichweiten-Kennzahl.
- Unique Identified Visitors: Nutzer, die eindeutig identifiziert werden können — zum Beispiel durch ein Login oder eine Newsletter-Anmeldung.
- Conversions: Die Anzahl gewünschter Aktionen — Kontaktformular abgeschickt, Anruf getätigt, Termin gebucht. Die geschäftlich wichtigste Kennzahl.
Conversions definieren
Bevor Sie Analytics sinnvoll nutzen können, müssen Sie definieren, was eine Conversion für Ihr Unternehmen ist. Für einen Handwerker ist es die Kontaktanfrage. Für einen Onlineshop die Bestellung. Für eine Arztpraxis die Online-Terminbuchung. Ohne klare Conversion-Definition messen Sie ins Leere.
Tools und Datenschutz: DSGVO-konforme Einrichtung
Google Analytics ist das verbreitetste Web-Analytics-Tool — kostenlos, leistungsstark und gut dokumentiert. Aber seit der DSGVO gelten strenge Regeln für die Nutzung in Deutschland. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Einrichtung ist Google Analytics weiterhin legal nutzbar.
- Cookie-Consent-Tool: Besucher müssen aktiv einwilligen, bevor Tracking-Cookies gesetzt werden. Ohne echte Einwilligung kein Tracking.
- Auftragsverarbeitungsvertrag: Sie müssen einen Vertrag mit Google über die Datenverarbeitung abschließen — das geht direkt in den Google-Analytics-Einstellungen.
- IP-Anonymisierung: Die IP-Adressen Ihrer Besucher müssen anonymisiert werden. In GA4 ist dies standardmäßig aktiviert.
- Datenschutzhinweise: Ihre Datenschutzerklärung muss den Einsatz von Google Analytics beschreiben — welche Daten erhoben werden und wie Besucher widersprechen können.
- Google Tag Manager: Erleichtert die technische Einbindung. Der Tracking-Code wird über den Tag Manager auf allen Seiten ausgespielt.
Matomo als Alternative
Wer die Daten komplett unter eigener Kontrolle behalten will, nutzt Matomo. Dieses Open-Source-Tool speichert alle Daten auf Ihrem eigenen Server — das vereinfacht die DSGVO-Konformität erheblich, weil keine Daten an Dritte übermittelt werden.
Daten nutzen statt nur sammeln: Der monatliche Analytics-Check
Die größte Herausforderung ist nicht die Einrichtung — es ist die regelmäßige Nutzung. Die meisten kleinen Unternehmen sammeln Daten, ohne sie je anzuschauen. Dabei reicht ein einfacher monatlicher Check, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen.
- Akquisitionsbericht prüfen: Welche Kanäle bringen die meisten Besucher? Wenn Google Ads viel kostet, aber wenig Besucher bringt — Budget umverteilen.
- Top-Seiten analysieren: Welche Seiten werden am häufigsten besucht? Das zeigt, welche Themen Ihre Zielgruppe interessieren. Mehr davon produzieren.
- Bounce Rate pro Seite: Welche Seiten haben die höchste Absprungrate? Das sind Ihre Problemseiten — Inhalte verbessern, Ladezeit prüfen, Handlungsaufforderungen ergänzen.
- Conversions auswerten: Wie viele Besucher werden zu Anfragen? Wenn die Besucherzahlen steigen, aber die Conversions nicht — fehlt vielleicht ein klarer Call-to-Action.
- Vergleich zum Vormonat: Geht es aufwärts oder abwärts? Trends erkennen Sie nur im Zeitverlauf, nicht in einzelnen Momentaufnahmen.
30 Minuten pro Monat
Blockieren Sie einen festen Termin im Kalender — zum Beispiel den ersten Montag im Monat. 30 Minuten Google Analytics reichen, um die fünf wichtigsten Punkte zu prüfen. Das ist weniger Zeit als ein Kundengespräch, kann aber Ihre Marketingentscheidungen grundlegend verbessern.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Web Analytics beantwortet sieben Kernfragen — von 'Woher kommen meine Besucher?' bis 'Erreicht meine Website ihre Ziele?'
- Die drei wichtigsten Kennzahlen für KMU: Unique Visitors (wie viele finden uns?), Bounce Rate (bleiben sie?) und Conversions (handeln sie?).
- Google Analytics ist das verbreitetste Tool, erfordert aber DSGVO-konforme Einrichtung: Cookie-Consent, Auftragsverarbeitungsvertrag und IP-Anonymisierung.
- Matomo ist eine datenschutzfreundliche Alternative, die alle Daten auf Ihrem eigenen Server speichert.
- Die wertvollste Erkenntnis liefert der Akquisitionsbericht: Er zeigt, welche Marketingkanäle tatsächlich Besucher bringen.
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