Integriertes Online-Marketing — Alle Kanäle, eine Botschaft
Website, Google, Social Media, Offline-Werbung — wenn jeder Kanal eine andere Geschichte erzählt, verlieren Sie Vertrauen. Erfahren Sie, wie integriertes Marketing für einen stimmigen Gesamtauftritt sorgt.
Warum Online-Marketing integriert sein muss
Damit die Instrumente des Online-Marketings ihr Potenzial für den gesamten Marketing-Auftritt ausschöpfen können, ist deren umfassende Integration in das Marketing-Konzept des Unternehmens erforderlich. Vielfach ist noch festzustellen, dass Aufgaben der klassischen und der Online-Kommunikation in verschiedenen organisatorischen Einheiten oder von verschiedenen Agenturen verantwortet werden — ohne gemeinsame Strategie.
Für lokale Unternehmen in Weimar klingt das abstrakt, ist aber sehr konkret: Wenn Ihre Website 'Premium-Qualität' verspricht, aber Ihr Google-Profil veraltete Fotos zeigt und auf Facebook seit Monaten nichts gepostet wurde, entsteht ein widersprüchlicher Gesamteindruck. Integration bedeutet, dass alle Kanäle dieselbe Geschichte erzählen.
Silo-Mentalität überwinden
Zwischen Abteilungen und Verantwortlichen existieren häufig kognitive Firewalls — also gedankliche Brandschutzmauern, die eine zielorientierte Kommunikation zur Integration der verschiedenen Maßnahmen deutlich erschweren. Die damit verbundene Silo-Mentalität gilt es konsequent zu überwinden.
Auch in kleinen Unternehmen gibt es Silos: Der Chef kümmert sich um die Website, die Sekretärin um Facebook, der Azubi um Instagram — und niemand stimmt sich ab. Das Ergebnis: unterschiedliche Botschaften, verschiedene Tonalitäten, widersprüchliche Informationen. Ein überzeugender und konsistenter Auftritt gegenüber den Stakeholdern wird so unmöglich.
Typisches Silo-Problem
Die Website zeigt noch die alten Öffnungszeiten, auf Google stehen die neuen, und auf Facebook steht gar nichts. Solche Inkonsistenzen zerstören Vertrauen — und entstehen fast immer durch fehlende Koordination.
Der Noline-Ansatz — Online und Offline verschmelzen
Die Unterscheidung zwischen Online- und Offline-Marketing wird zunehmend künstlich. Kunden unterscheiden nicht mehr: Sie googeln auf dem Smartphone, besuchen Ihr Geschäft, schreiben eine Google-Bewertung, empfehlen Sie auf WhatsApp. Der Noline-Ansatz erkennt diese Realität an: Alle kundenorientierten Aktivitäten werden in einem integrativen Ansatz geplant und eingesetzt — online- und offline-übergreifend.
- QR-Code auf der Visitenkarte führt direkt zur Online-Terminbuchung
- Zufriedene Kunden werden im Geschäft auf die Google-Bewertung hingewiesen
- Newsletter informiert über Vor-Ort-Veranstaltungen und Aktionen
- Social-Media-Posts zeigen echte Einblicke in den Arbeitsalltag
- Offline-Werbematerial verweist auf die Website für weitere Informationen
Noline in der Praxis
Der beste Noline-Touchpoint für lokale Unternehmen: Ein Aufkleber im Geschäft mit 'Bewerten Sie uns auf Google' und QR-Code. Offline-Kontakt wird zu Online-Bewertung, die wiederum neue Offline-Kunden bringt.
Der integrative Planungsprozess
Solange klassische Anzeigen mit einem Verweis auf eine Website zu finden sind, die zum Schaltzeitpunkt nicht aktiv oder nicht mit den beworbenen Informationen bestückt ist — oder die Instagram-Anzeige per du auf eine Website führt, die die Zielgruppe siezt — bleiben wichtige synergetische Potenziale einer integrierten Kommunikation ungenutzt.
Um diese Konsistenz bei crossmedialen Kampagnen zu erreichen, empfiehlt es sich, alle Verantwortlichen an einem Ort und zu einem Zeitpunkt zusammenzubringen. Ein gemeinsames Briefing, auf dessen Grundlage gemeinsam gearbeitet wird, stellt sicher, dass Website, Social Media, E-Mail-Marketing und Offline-Material zusammenpassen.
Für Weimarer Unternehmen
Erstellen Sie eine einfache Checkliste: Bei jeder neuen Aktion prüfen — passt die Botschaft auf Website, Google-Profil, Social Media und Offline-Material zusammen? Stimmen Tonalität, Preise und Kontaktdaten überein?
Integration für lokale Unternehmen — Praktische Schritte
Integriertes Marketing klingt aufwändig, lässt sich aber mit einfachen Schritten umsetzen. Der Schlüssel liegt nicht in teurer Software, sondern in klarer Verantwortung und regelmäßiger Abstimmung.
Bevor Sie loslegen, hilft eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was machen Sie online gut? Wo gibt es Lücken? Was macht die Konkurrenz besser? Und welche Chancen bietet der Markt? Diese vier Fragen — Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken — bilden die sogenannte SWOT-Analyse und sind der Startpunkt für jede Marketingplanung. Für ein lokales Unternehmen in Weimar kann das so einfach sein wie: 'Unsere Website ist gut, aber unser Google-Profil ist veraltet. Der Mitbewerber in Erfurt hat dreimal so viele Bewertungen. Aber wir haben den besten Kundenservice der Region — das zeigt sich nur noch nicht online.' Daraus ergeben sich konkrete Handlungsfelder. Und eine wichtige Erkenntnis: Das Budget reicht nie für alles — konzentrieren Sie sich auf die Maßnahmen mit dem größten Hebel.
- Eine Person ist für den gesamten Online-Auftritt verantwortlich — auch wenn andere mitarbeiten
- Einmal pro Monat alle Kanäle auf Konsistenz prüfen: Website, Google, Social Media
- Kernbotschaften und Kontaktdaten zentral pflegen und bei Änderungen überall aktualisieren
- Bei neuen Aktionen die Checkliste durchgehen: Passt alles zusammen?
- Externe Partner (Agentur, Fotograf, Texter) bekommen ein gemeinsames Briefing
Customer Centricity als Voraussetzung
Integration gelingt nur, wenn alle Kanäle auf dieselbe Datenbasis zugreifen. Ein einheitlicher Blick auf Interessenten und Kunden — der sogenannte Single Point of Truth — macht konsistente Kommunikation erst möglich. Ob ein Kunde per Telefon, Website oder Instagram anfragt: Jeder im Team sollte sehen können, was bisher passiert ist.
Ein Dokument für alles
Erstellen Sie ein einfaches Markendokument: Logo-Dateien, Farben, Kernbotschaften, aktuelle Kontaktdaten, Tonalität-Beispiele. Jeder, der für Ihr Unternehmen kommuniziert, bekommt dieses Dokument. So wird Konsistenz zur Routine.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Alle Kanäle müssen dieselbe Geschichte erzählen — Inkonsistenzen zerstören Vertrauen schneller als jede Schwäche in einzelnen Kanälen.
- Kognitive Firewalls und Silo-Mentalität überwinden: Eine Person muss den Gesamtüberblick über den Online-Auftritt haben.
- Der Noline-Ansatz erkennt die Realität an: Kunden unterscheiden nicht mehr zwischen online und offline.
- Integration braucht keine teure Software, sondern klare Verantwortung und eine einfache Checkliste.
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