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Online-Marketing

Videomarketing — mit Bewegtbild Vertrauen aufbauen und Kunden gewinnen

Texte erklären, Videos überzeugen. Ein kurzes Video kann mehr Vertrauen schaffen als zehn Seiten Broschüre — weil Ihre Kunden echte Menschen sehen, nicht nur Worte lesen. Die gute Nachricht: Sie brauchen kein Hollywood-Budget, um anzufangen.

Warum Video wirkt: Sehen schlägt Lesen

Unser Gehirn verarbeitet Bilder um ein Vielfaches schneller als Text. Was wir sehen und hören, bleibt besser haften als das, was wir lesen. Genau das macht Video so wirkungsvoll im Marketing: Ein zweiminütiges Erklärvideo kann ein komplexes Angebot verständlicher machen als jede Broschüre. Ein zufriedener Kunde vor der Kamera schafft mehr Vertrauen als zehn Referenzschreiben.

Video funktioniert in jeder Phase der Kundenreise. Imagefilme machen auf Ihr Unternehmen aufmerksam. Erklärvideos helfen, Ihr Angebot zu verstehen. Case Studies überzeugen Unentschlossene. Und Demovideos zeigen Ihr Produkt im Einsatz — oft der letzte Anstoß vor einer Kontaktaufnahme.

Drei Fragen vor jedem Video

Was wollen wir mit diesem Video erreichen — Bekanntheit, Verständnis oder Abschlüsse? Wo konsumiert unsere Zielgruppe Videos — LinkedIn, YouTube, Instagram oder die eigene Website? Und welcher Stil passt zu uns — sachlich erklärend, emotional erzählend oder locker authentisch? Diese drei Fragen sind Ihr Fundament. Ohne sie drehen Sie ins Blaue.

Sechs Videoformate, die im B2B funktionieren

Nicht jedes Video muss ein Kinofilm sein. Je nach Ziel gibt es ganz unterschiedliche Formate — und die meisten sind einfacher umzusetzen, als Sie denken.

  • Imagevideos: Zeigen, wofür Ihr Unternehmen steht. Stärke, Qualität, Zukunftsfähigkeit — in Bildern statt in Schlagworten. Hier lohnt sich professionelle Produktion, denn ein billiger Imagefilm kann das Gegenteil von dem bewirken, was er soll.
  • Erklärvideos: Ideal, wenn Ihr Angebot erklärungsbedürftig ist — Software, Beratungsleistungen, technische Dienstleistungen. Animationen können Komplexität reduzieren und den USP in Sekunden vermitteln.
  • Video-Case-Studies: Das wirkungsvollste B2B-Format. Ein zufriedener Kunde erzählt, welches Problem er hatte und wie Ihre Lösung geholfen hat. Menschen vertrauen Menschen — das gilt im Video doppelt.
  • Interviews: Geschäftsführer, Fachexperten oder Kunden beantworten Fragen. Kann gleichzeitig als Video-Podcast genutzt werden. Für LinkedIn: kurze Ausschnitte von dreißig Sekunden, die auf die Langversion verweisen.
  • Demovideos: Software vorführen, Maschinen in Aktion zeigen, Handwerksarbeit dokumentieren. Mehrere kurze Videos sind besser als ein langes — und unterscheiden Sie zwischen Bestandskunden und Neukunden als Zielgruppe.
  • Stories und Reels: Flüchtige Kurzformate für Social Media — besonders stark für Employer Branding. Zeigen Sie den Arbeitsalltag, Kundenprojekte, Teamevents. Authentizität schlägt hier Hochglanz.

Ein Drehtag, viele Ergebnisse

Planen Sie von Anfang an die Mehrfachverwertung. Aus einem strukturierten Drehtag für eine Video-Case-Study entstehen: die Langversion, mehrere Kurzschnitte für Social Media, eine Audiospur als Podcast-Snippet und Standbilder für die Website. Das maximiert den Ertrag pro investiertem Euro.

Von der Idee zum fertigen Video: Der Vier-Schritte-Prozess

Gute Videos entstehen nicht spontan — sie folgen einem klaren Prozess. Vier Schritte führen von der Idee zur Veröffentlichung.

  • Schritt 1 — Vorbereitung und Skript: Definieren Sie Ziel, Zielgruppe, Kernbotschaft und Call-to-Action. Erstellen Sie ein Videoskript mit Szenen, Bildideen, Text und Anmerkungen. Ein parallel erstelltes Moodboard hilft, die gewünschte Stimmung zu kommunizieren — besonders wenn Sie mit einer Agentur arbeiten.
  • Schritt 2 — Produktion: Selbstdreh oder Agentur? Wenn Sie Storytelling-Kompetenz, Videoerfahrung und Equipment haben, geht vieles inhouse. Andernfalls holen Sie professionelle Hilfe. Wichtige Frage: Brauche ich eine Kamera — also reale Aufnahmen — oder reicht Animation?
  • Schritt 3 — Veröffentlichung: Prüfen Sie Format und Auflösung pro Plattform. Fügen Sie Untertitel hinzu — die meisten Nutzer schauen ohne Ton. Vergessen Sie den Call-to-Action nicht: Was soll der Zuschauer als Nächstes tun? Und nutzen Sie Ihr Netzwerk zur Verbreitung — Kollegen, Partner, Newsletter.
  • Schritt 4 — Erfolgskontrolle: Messen Sie Views, View-Through-Rate, Social Shares und Konversionen. Die Drop-off-Rate zeigt, wo Zuschauer abspringen — das ist der wertvollste Hinweis für Ihr nächstes Video.

Smartphone reicht — manchmal

Für Social-Media-Stories, kurze Tutorials und Behind-the-Scenes-Clips ist ein gutes Smartphone absolut ausreichend. Aber für alles, was Ihre Marke langfristig repräsentiert — Imagefilm, Produktvideo, Case Study — investieren Sie in professionelle Qualität. Ein schlecht produziertes Video schadet Ihrem Image mehr, als gar kein Video.

Wie Sie den Erfolg Ihrer Videos messen

Views allein sagen wenig. Entscheidend ist, ob Ihre Videos die richtigen Menschen erreichen und ob diese danach handeln. Sechs Kennzahlen geben Ihnen ein vollständiges Bild.

  • Views: Grundlegende Reichweite. Wie viele Menschen haben das Video gesehen? Aber Vorsicht — ein View auf YouTube zählt anders als auf LinkedIn oder Instagram.
  • View-Through-Rate: Der Qualitätsindikator. Wie viel Prozent der Zuschauer schauen bis zum Ende? Liegt die Rate deutlich unter der Hälfte, ist das Video zu lang oder verliert an Spannung.
  • Play Rate: Wird das Video überhaupt gestartet? Eine niedrige Play Rate deutet auf ein schwaches Vorschaubild oder einen unklaren Titel hin.
  • Social Shares und Kommentare: Interaktion zeigt, ob der Inhalt berührt. Geteilte Videos erreichen organisch neue Zielgruppen — das ist unbezahlbare Reichweite.
  • Konversionsrate: Die wichtigste Zahl. Wie viele Zuschauer haben den nächsten Schritt gemacht — Kontaktformular ausgefüllt, Demo angefragt, Termin gebucht?
  • Drop-off-Rate: An welcher Stelle springen die meisten Zuschauer ab? Diese Information ist Gold wert für die Optimierung Ihres nächsten Videos.

Reichweite vs. Relevanz

Ein Video mit zehntausend Views, das keine einzige Anfrage generiert, ist weniger wert als eines mit zweihundert Views, das fünf qualifizierte Leads bringt. Messen Sie nicht nur, wie viele schauen — sondern was danach passiert.

Videomarketing starten: Ein realistischer Plan für lokale Unternehmen

Sie brauchen kein Studio und keinen Kameramann auf der Gehaltsliste. Videomarketing beginnt dort, wo Sie heute stehen — mit den Mitteln, die Sie haben.

  • Einstieg mit Smartphone-Videos: Kurze Clips vom Arbeitsalltag, ein Kundenprojekt vor und nach der Fertigstellung, ein schneller Tipp vom Geschäftsführer. Das kostet nichts außer zehn Minuten Zeit und bringt Ihr Unternehmen auf Social Media zum Leben.
  • Erklärvideos als ersten professionellen Schritt: Wenn Ihr Angebot erklärungsbedürftig ist — IT-Dienstleistungen, Beratung, spezialisiertes Handwerk — macht ein gutes Erklärvideo den Unterschied. Investieren Sie einmal in ein sauber produziertes Video für Ihre Website.
  • Video-Case-Study als Vertrauensbooster: Fragen Sie Ihren zufriedensten Kunden, ob er bereit ist, vor der Kamera über die Zusammenarbeit zu sprechen. Ein strukturierter Drehtag reicht für ein überzeugendes Ergebnis.
  • Immer mit CTA planen: Jedes Video braucht ein klares Ziel. Was soll der Zuschauer tun? Ihre Website besuchen, anrufen, ein Formular ausfüllen? Sagen Sie es ihm — am Ende des Videos und in der Beschreibung.

Authentizität schlägt Perfektion

Gerade für lokale Unternehmen gilt: Ihre Kunden wollen keine Hollywood-Produktion. Sie wollen echte Menschen sehen, die ihre Arbeit verstehen. Ein ehrliches Smartphone-Video vom Geschäftsführer auf der Baustelle, in der Werkstatt oder im Büro wirkt oft überzeugender als ein perfekt inszenierter Imagefilm. Starten Sie lieber unperfekt als gar nicht.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Video funktioniert in jeder Phase: Imagefilm für Bekanntheit, Erklärvideo für Verständnis, Case Study für Vertrauen, Demovideo für den Abschluss.
  • Vor jedem Video drei Fragen klären: Was wollen wir erreichen? Wo ist unsere Zielgruppe? Welcher Stil passt zu uns?
  • Selbstdreh reicht für Social-Media-Clips. Für Imagefilme und Case Studies lohnt sich professionelle Unterstützung.
  • Aus einem Drehtag entstehen mehrere Formate: Langversion, Kurzschnitte, Social-Snippets, Audiospuren. Planen Sie die Mehrfachverwertung von Anfang an.
  • Untertitel sind Pflicht — die meisten Nutzer schauen Videos ohne Ton. Und ein klarer Call-to-Action am Ende entscheidet, ob aus Zuschauern Kunden werden.

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