SEO für LLMs — Wie Sie in KI-Antworten sichtbar werden
Ihre Kunden suchen nicht mehr nur bei Google. Sie fragen ChatGPT, nutzen Perplexity und bekommen AI Overviews direkt in den Suchergebnissen. Wer in diesen KI-Antworten als Quelle auftaucht, gewinnt Vertrauen und Aufträge. Generative Engine Optimization (GEO) zeigt Ihnen, wie.
Was ist GEO? Die neue Dimension der Suchmaschinenoptimierung
SEO heißt Suchmaschinenoptimierung — nicht Google-Optimierung. Und seit ChatGPT, Perplexity und Googles eigene AI Overviews Antworten direkt in der Suche liefern, gibt es neue Suchmaschinen, für die Sie optimieren können. Generative Engine Optimization (GEO) ist die Erweiterung Ihrer SEO-Strategie auf diese KI-gesteuerten Suchsysteme.
Der entscheidende Unterschied: Bei klassischer SEO geht es darum, in den blauen Links möglichst weit oben zu stehen. Bei GEO geht es darum, ob die KI Ihre Website als vertrauenswürdige Quelle erkennt und in ihrer Antwort zitiert oder verlinkt. Das sind zwei verschiedene Dinge — und beide sind jetzt wichtig.
GEO ersetzt SEO nicht
Klassische SEO bleibt die Grundlage. Wer bei Google gut aufgestellt ist — relevante Inhalte, saubere Technik, lokale Präsenz — hat auch bei KI-Suchmaschinen die besten Karten. GEO baut darauf auf und erweitert den Blick auf neue Kanäle und Metriken.
Von Traffic zu Branding: Warum sich die Spielregeln ändern
Jahrelang war Traffic die wichtigste SEO-Kennzahl: Wie viele Besucher kommen über Google? Doch die Spielregeln ändern sich. Immer mehr Suchanfragen enden ohne Klick auf eine Website — die KI liefert die Antwort direkt. Nutzer bekommen, was sie wissen wollten, und besuchen keine Seite mehr. Diese sogenannten Zero-Click-Searches nehmen stetig zu.
Aber das bedeutet nicht, dass SEO tot ist — im Gegenteil. Seit fast drei Jahrzehnten wird SEO bei jeder großen Veränderung für tot erklärt, und jedes Mal hat sich die Disziplin angepasst. Der neue Fokus: Markenbekanntheit. Werden Sie zu einer Marke, die Ihre Kunden aktiv suchen — nicht nur zufällig in den Ergebnissen finden. Wer Ihren Namen eingibt, kommt direkt zu Ihnen.
- Navigational Searches (Suche nach Ihrem Firmennamen) bringen den qualifiziertesten Traffic — weniger Quantität, dafür höhere Qualität.
- Ein erheblicher Anteil aller Google-Suchanfragen ist bereits markenspezifisch. Wer eine starke Marke hat, profitiert auch in der KI-Welt.
- Die neuen Fokus-KPIs: Zielgruppengröße, Reichweite und tatsächliche Verkäufe statt reiner Klickzahlen.
Was das für Sie bedeutet
Investieren Sie nicht nur in Rankings, sondern in Ihren Markennamen. Ein Fliesenleger in Weimar, den die Leute mit Namen suchen, ist gegen jeden Algorithmus-Wechsel geschützt — egal ob Google, ChatGPT oder die nächste Plattform.
Zwei Dimensionen der KI-Sichtbarkeit: Erwähnung und Verlinkung
Wenn Sie in einer KI-Antwort auftauchen, kann das auf zwei Arten geschehen — und beide sind wertvoll, aber unterschiedlich.
- Brand Visibility: Ihre Marke wird im Antworttext erwähnt oder zitiert — ohne direkten Link. Die KI nennt zum Beispiel Ihr Unternehmen als empfehlenswerten Anbieter in einer Kategorie. Das stärkt die Wahrnehmung, auch wenn kein Klick erfolgt.
- Quellen-Nennung: Ihre Website wird als verlinkte Quelle in der Seitenleiste angezeigt — bei ChatGPT search, Perplexity, AI Overviews und dem Google AI Mode. Das bringt direkten Traffic und positioniert Sie als vertrauenswürdige Autorität.
UX-Studien zeigen ein nüchterndes Bild: Die meisten Nutzer lesen nur das obere Drittel einer KI-Antwort. Nur ein kleiner Teil klickt auf die Quellenlinks. Und wenn ein AI Overview vorhanden ist, erhalten die klassischen blauen Links deutlich weniger Traffic. Aber: Ein Drittel der Nutzer geht anschließend zu Reddit, YouTube oder Foren, um KI-Antworten zu prüfen. Vertrauen ist entscheidend — Nutzer bewerten die Quelle nach Glaubwürdigkeit, nicht nur nach Antwortqualität.
Warum beides zählt
Brand Visibility ohne Link ist kein verlorener Wert. Wer in KI-Antworten regelmäßig als Experte für ein Thema erwähnt wird, baut eine Markenwahrnehmung auf, die sich langfristig in direkten Suchanfragen nach Ihrem Namen niederschlägt.
Content-Strategie für KI-Suchmaschinen: Vier Prinzipien
Damit Ihre Inhalte von KI-Suchmaschinen als zitierwürdig erkannt werden, brauchen Sie mehr als gute Texte. Die folgenden vier Prinzipien bilden das Fundament einer GEO-Strategie.
- Trust First: Themenautorität durch umfassende Inhalte aufbauen. Nicht ein einzelner Text, sondern ein ganzer Wissensbereich — Ratgeberartikel, Leitfäden, Fallstudien. E-E-A-T (Expertise, Erfahrung, Autorität, Vertrauenswürdigkeit) ist die Kernstrategie.
- Mehrwert liefern: KI kann selbst massenhaft durchschnittliche Texte erzeugen. Was sie nicht kann: echte Erfahrungen teilen, lokale Fallstudien beschreiben, persönliche Expertise einbringen. Heben Sie sich durch Einzigartigkeit ab, nicht durch Masse.
- Menschliches fokussieren: Authentisches Storytelling, emotionale Intelligenz, echte Anwendungsberichte — alles, was KI nicht aus Daten synthetisieren kann. Ein Handwerksbetrieb in Thüringen, der seine echten Projekte zeigt, hat einen uneinholbaren Vorteil.
- In Clustern denken: Nicht einzelne Keywords optimieren, sondern Themencluster aufbauen. Suchanfragen in KI-Suchmaschinen sind komplexer als bei Google. Decken Sie ein Thema ganzheitlich ab — mit informationalen, transaktionalen und navigationalen Inhalten.
Video ist ein Turbo
YouTube gehört zu den meistzitierten Quellen in KI-Antworten. Videos werden in AI Overviews und im Google AI Mode prominent als Quellen angezeigt. Für lokale Unternehmen sind Erklärvideos, Tutorials und FAQ-Videos eine starke GEO-Maßnahme.
Neue Metriken: So messen Sie Ihre KI-Sichtbarkeit
Klassische SEO-Metriken wie organischer Traffic und Keyword-Rankings bleiben wichtig. Aber für GEO brauchen Sie zusätzliche Kennzahlen, die Ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten erfassen.
- Direct Traffic: Steigt Ihr Direktzugriff, ohne dass Sie eine Kampagne geschaltet haben? Das kann ein Zeichen dafür sein, dass Nutzer Ihren Namen in KI-Antworten gesehen haben und Sie direkt aufrufen.
- Brand-Suchanfragen: Nehmen Suchanfragen mit Ihrem Firmennamen zu, obwohl Sie keine Branding-Maßnahmen geändert haben? Das deutet auf einen LLM-Effekt hin.
- Brand Visibility: Wie oft wird Ihre Marke in KI-Antworten erwähnt oder zitiert? Das lässt sich manuell prüfen oder mit spezialisierten Monitoring-Tools erfassen.
- Quellen-Nennung: Wie häufig erscheint Ihre Website als verlinkter Quellenverweis in den Seitenleisten von ChatGPT search, Perplexity oder AI Overviews?
Ein einfacher erster Schritt: Suchen Sie Ihren Firmennamen und Ihre wichtigsten Leistungen in ChatGPT, Perplexity und im Google AI Mode. Werden Sie erwähnt? Werden Sie verlinkt? Oder tauchen nur Ihre Wettbewerber auf? Diese manuelle Bestandsaufnahme dauert eine halbe Stunde und gibt Ihnen ein klares Bild Ihrer Ausgangslage.
Vorsicht bei der Interpretation
KI-Antworten sind nicht determiniert — dieselbe Frage kann zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Quellen zitieren. Einzelne Stichproben sind Momentaufnahmen. Erst ein regelmäßiges Monitoring über Wochen zeigt zuverlässige Trends.
Konkrete GEO-Maßnahmen: Was Sie jetzt tun können
Die gute Nachricht: Wer bereits solides SEO betreibt, hat den größten Teil der GEO-Arbeit erledigt. Die folgenden Maßnahmen bauen auf Ihrem bestehenden Fundament auf.
- LLMs.txt bereitstellen: Eine einfache Textdatei im Stammverzeichnis Ihrer Website, die KI-Crawlern erklärt, worum es auf Ihrer Seite geht. Geringer Aufwand, potenziell großer Effekt.
- Strukturierte Daten pflegen: Schema.org-Markup für FAQ-Seiten, Anleitungen, Artikel mit Autor und Datum. KI-Suchmaschinen verstehen strukturierte Daten besser als Freitext.
- FAQ-Bereiche ausbauen: KI bedient sich bevorzugt aus klar strukturierten Frage-Antwort-Formaten. Jede Leistungsseite sollte die drei bis fünf häufigsten Kundenfragen beantworten.
- Themenautorität aufbauen: Decken Sie Ihr Kernthema ganzheitlich ab — nicht eine Seite zu Webdesign, sondern einen ganzen Wissensbereich mit Unterseiten, Leitfäden und Praxisbeispielen.
- Brand Mentions gewinnen: Lokale Presse, Branchenverzeichnisse, IHK-Einträge, Fachportale — auch ohne Backlink erkennen KI-Systeme Markenerwähnung als Vertrauenssignal.
- Qualität vor Quantität bei Backlinks: Earned Links durch Studien, Fachartikel und datenbasierte Inhalte. Ein Link von der IHK oder einem Fachportal ist wertvoller als hundert Links von unbekannten Seiten.
Sofort umsetzbar
Prüfen Sie heute Ihre wichtigste Leistungsseite: Hat sie einen FAQ-Bereich? Ist ein Autor mit Kurzprofil angegeben? Gibt es Schema.org-Markup? Diese drei Maßnahmen verbessern sowohl Ihr klassisches SEO als auch Ihre GEO-Sichtbarkeit — und sind in wenigen Stunden umgesetzt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- GEO ist die Erweiterung der klassischen SEO: Ihre Inhalte müssen nicht nur bei Google ranken, sondern auch von KI-Suchmaschinen als vertrauenswürdige Quelle erkannt werden.
- Der Paradigmenwechsel geht von Traffic zu Branding: Nicht mehr Klickzahlen entscheiden, sondern ob Ihre Marke in KI-Antworten erwähnt und verlinkt wird.
- Themenautorität ist Ihr stärkstes GEO-Signal: Je häufiger Ihre Marke und ein bestimmtes Thema zusammen auftauchen, desto stärker ordnet die KI Sie diesem Thema zu.
- FAQ-Bereiche und strukturierte Daten sind Gold wert: KI-Suchmaschinen bedienen sich bevorzugt aus klar strukturierten Frage-Antwort-Formaten und Schema.org-Markup.
- Starten Sie jetzt mit dem Monitoring: Suchen Sie Ihre Marke in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode — und sehen Sie, wo Sie heute stehen.
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