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Online-Marketing

Mobile Marketing — Ihre Kunden haben das Smartphone immer dabei

Die Mehrheit aller Website-Aufrufe kommt inzwischen vom Smartphone. Mobile Marketing erreicht Ihre Kunden dort, wo sie sind — unterwegs, vor Ort und in Echtzeit. Erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt und was sich für Ihr Unternehmen wirklich lohnt.

Was ist Mobile Marketing? Mehr als eine mobiloptimierte Website

Mobile Marketing umfasst alle Marketingmaßnahmen, die über mobile, internetfähige Endgeräte stattfinden — vor allem Smartphones und Tablets. Das Ziel: Kunden dort erreichen, wo sie am häufigsten online sind. Und das ist längst nicht mehr der Desktop-Computer.

Das Smartphone hat sich vom Kommunikationsmittel zum universellen Alltagsbegleiter entwickelt: Kamera, Navigation, Bezahlterminal, Einkaufszettel und Nachrichtenquelle in einem Gerät. Für Unternehmen bedeutet das: Wer mobil nicht präsent ist, existiert für einen großen Teil der Zielgruppe nicht.

Mobile Nutzung in Zahlen

Weltweit kommt die Mehrheit aller Website-Aufrufe inzwischen von mobilen Geräten. In Europa liegt der Anteil bei rund der Hälfte — Tendenz steigend. Mobile Online-Werbung macht mittlerweile den größten Anteil aller digitalen Werbeausgaben aus. Der Trend ist eindeutig: Wer mobile Nutzer nicht bedient, verliert Reichweite.

Vier Besonderheiten, die Mobile Marketing anders machen

Mobile Geräte sind nicht einfach kleine Desktop-Computer. Sie haben eigene Eigenschaften, die Ihr Marketing grundlegend beeinflussen — und die Sie als Chance nutzen können.

  • Kleine Bildschirme, andere Bedienung: Touchscreen statt Maus. Buttons müssen groß genug zum Tippen sein. Texte müssen kürzer, Strukturen klarer sein. Die Kernbotschaft muss sofort sichtbar sein — mobile Nutzer scrollen weniger als Desktop-Nutzer.
  • Ständige Erreichbarkeit: Ihre Kunden haben das Smartphone fast immer dabei. Push-Benachrichtigungen und standortbasierte Werbung können sie in Echtzeit ansprechen — aber nur, wenn der Kontext stimmt.
  • Hohe Interaktionsbereitschaft: Mobile Nutzer bewerten, teilen und kommentieren unterwegs. Ein zufriedener Kunde kann direkt nach dem Besuch eine Google-Bewertung abgeben — erleichtern Sie ihm das.
  • Ubiquität und Portabilität: Das Smartphone ist überall dabei. Lokale Suchen ('Restaurant in der Nähe', 'Handwerker Weimar') passieren fast immer mobil. Ihr Google-My-Business-Eintrag ist Ihre mobile Visitenkarte.

Vier Optionen im Mobile Marketing: Was brauchen Sie wirklich?

Mobile Marketing bietet vier grundlegende Ansätze. Nicht alle sind für jedes Unternehmen sinnvoll — die richtige Wahl hängt von Ihrem Geschäftsmodell, Ihrem Budget und Ihren Kunden ab.

  • Responsive Website (Pflicht): Eine einzige Website, die sich automatisch an jede Bildschirmgröße anpasst. Responsive Design ist heute Standard und die Basis für alles Weitere. Separate mobile Websites (m.meineseite.de) sind veraltet.
  • Klassisches Online-Marketing mobil anpassen (empfohlen): SEA, Display-Werbung, Social Media und E-Mail-Marketing funktionieren auch mobil — aber nur, wenn Anzeigen und Landingpages für Smartphones optimiert sind. Finger-freundliche Buttons, kurze Formulare, schnelle Ladezeiten.
  • In-App-Werbung (optional): Werbeanzeigen innerhalb von Apps Dritter — zum Beispiel Banner in Nachrichten-Apps oder Videowerbung in Spiele-Apps. Über Google AdMob oder Facebook Audience Network auch mit kleinem Budget möglich.
  • Eigene App (selten sinnvoll für KMU): Nur wenn Kunden die App regelmäßig nutzen würden. Ein Restaurant mit Bestellfunktion oder ein Fitnessstudio mit Kursplan — ja. Eine Schreinerei oder eine Steuerberatung — eher nicht.

Die Reihenfolge zählt

Investieren Sie zuerst in eine hervorragende responsive Website. Dann optimieren Sie Ihre bestehenden Marketingmaßnahmen für mobile Geräte. Erst wenn beides funktioniert, lohnt sich der Blick auf In-App-Werbung oder eine eigene App.

Standortbasierte Werbung: Kunden erreichen, wenn sie in der Nähe sind

Location-Based Services (LBS) nutzen den Standort des Smartphones, um Werbung und Angebote ortsabhängig auszuspielen. Für lokale Unternehmen ist das eine der stärksten mobilen Marketingmöglichkeiten: Sie erreichen potenzielle Kunden genau dann, wenn sie sich in der Nähe Ihres Geschäfts befinden.

  • Geo-Targeting: Standortbestimmung über IP-Adresse oder GPS. Zeigt Werbung für ein bestimmtes Gebiet — zum Beispiel 'alle Smartphone-Nutzer in Weimar'. Umsetzbar über Google Ads und Facebook-Anzeigen.
  • Geo-Fencing: Ein virtueller Zaun um ein Gebiet — etwa die Weimarer Innenstadt oder ein Einkaufszentrum. Betritt ein Nutzer diesen Bereich, wird eine Anzeige oder ein Angebot ausgespielt.
  • Beacon-Technologie: Bluetooth-Sender im Innenraum für präzises Tracking innerhalb von Gebäuden. Besonders geeignet für Einzelhandel, Museen und Messen. In Weimar etwa für die Kultureinrichtungen denkbar.

Geo-Conquesting

Eine besondere Taktik: Mobile Coupons an Nutzer senden, die sich in der Nähe eines Wettbewerbers befinden. Ein Restaurant kann zum Beispiel Smartphone-Nutzern, die gerade am Marktplatz stehen, ein Mittagsangebot anzeigen. Über Google Ads mit Standort-Targeting ist das auch mit kleinem Budget möglich.

Mobile Marketing für lokale Unternehmen: Was sich wirklich lohnt

Nicht jedes Mobile-Marketing-Instrument passt zu jedem Unternehmen. Für KMU in Weimar und Thüringen gilt: Einfach und wirkungsvoll ist besser als komplex und teuer. Mobile Marketing muss kein eigenes Budget verschlingen — es ist oft eine Optimierung dessen, was Sie bereits tun.

  • Website mobil testen: Laden Sie Ihre eigene Website auf dem Smartphone. Sind Texte lesbar? Buttons klickbar? Formulare ausfüllbar? Ladezeit unter drei Sekunden? Das ist die Basis.
  • Google My Business optimieren: Ihr Google-Eintrag ist Ihre wichtigste mobile Präsenz. Vollständige Informationen, aktuelle Öffnungszeiten, Fotos und regelmäßig beantwortete Bewertungen.
  • Mobilfreundliche E-Mails: Über die Hälfte aller E-Mails wird mobil gelesen. Kurze Betreffzeilen, große Buttons und ein einspaltiges Layout sind Pflicht.
  • Kontaktaufnahme vereinfachen: Click-to-Call-Buttons, WhatsApp-Kontakt und kurze Kontaktformulare senken die Hürde für mobile Anfragen.
  • Lokale Anzeigen mit Standort-Targeting: Google Ads und Facebook-Anzeigen mit Eingrenzung auf Weimar und Umgebung erreichen mobile Nutzer vor Ort — oft schon ab wenigen Euro pro Tag.

B2B ist anders

Im B2B-Bereich kommt die große Mehrheit der Besucher weiterhin vom Desktop. Ihre Website muss mobil funktionieren, aber die Conversion-Optimierung sollte sich auf die Desktop-Erfahrung konzentrieren. Investieren Sie Ihr Budget dort, wo Ihre Kunden tatsächlich kaufen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Mehrheit aller Website-Aufrufe kommt inzwischen von mobilen Geräten — Tendenz steigend. Eine mobiloptimierte Website ist keine Kür, sondern Pflicht.
  • Für die meisten KMU reicht eine responsive Website — eine eigene App lohnt sich erst bei regelmäßiger Nutzung durch eine loyale Kundschaft.
  • Mobile Nutzer haben wenig Geduld: Kernbotschaft sofort sichtbar, Buttons groß genug zum Tippen, Ladezeit unter drei Sekunden.
  • Standortbasierte Werbung (Geo-Targeting, Geo-Fencing) erreicht Kunden genau dann, wenn sie in der Nähe Ihres Geschäfts sind.
  • Im B2B-Bereich bleibt der Desktop der dominante Kanal — mobile Optimierung ist wichtig, aber der Fokus sollte auf der Desktop-Erfahrung liegen.

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