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SEO & Suchmaschinen

Keyword-Recherche — Die Suchbegriffe finden, die Kunden bringen

Bevor Sie auch nur eine Zeile Text schreiben, müssen Sie wissen, wonach Ihre Kunden suchen. Die Keyword-Recherche zeigt Ihnen genau das — und liefert das Fundament für jede Seite, jeden Blogartikel und jede Landingpage.

Warum Keyword-Recherche der erste Schritt ist

Stellen Sie sich vor, Sie eröffnen ein Restaurant und bieten Gerichte an, die niemand bestellt. Genau das passiert, wenn Sie Website-Texte ohne Keyword-Recherche schreiben: Sie produzieren Inhalte, nach denen niemand sucht. Die Keyword-Recherche zeigt Ihnen, was Ihre Zielgruppe wirklich wissen will — und in welchen Worten sie danach fragt.

Ein Keyword ist mehr als ein Suchbegriff. Es hat eine Doppelfunktion: Es beschreibt den Inhalt Ihrer Seite für Suchmaschinen und bildet gleichzeitig die tatsächliche Suchanfrage Ihrer potenziellen Kunden ab. Wer beides versteht, schreibt Texte, die sowohl bei Google ranken als auch bei Lesern ankommen.

People-First, nicht Keyword-First

Seit Googles Helpful Content Update gilt: Schreiben Sie zuerst für Menschen, dann für Suchmaschinen. Keywords helfen Ihnen, die richtigen Themen zu finden — aber der Text muss echten Mehrwert liefern. Reine Keyword-Optimierung ohne Substanz wird von Google abgestraft.

Der 3-Schritte-Prozess: Von der Idee zum Keyword-Set

Professionelle Keyword-Recherche folgt einem klaren Prozess. Ob Sie einen Blogartikel, eine Leistungsseite oder eine Landingpage planen — diese drei Schritte führen Sie systematisch zum Ziel.

  • Schritt 1 — Suchanfragen identifizieren: Nutzen Sie den Google Ads Keyword Planer oder ähnliche Tools, um herauszufinden, welche Begriffe Ihre Zielgruppe eingibt. Achten Sie auf das Suchvolumen (wie oft wird gesucht?) und saisonale Schwankungen (sucht man im Sommer anders als im Winter?).
  • Schritt 2 — Fokus-Keywords bestimmen: Jede Seite braucht ein Hauptthema, ein Fokus-Keyword. Wählen Sie nur Themen, bei denen Sie echte Expertise haben — Google bewertet mit E-E-A-T, ob der Absender glaubwürdig ist. Sortieren Sie nach Suchvolumen, um die größten Traffic-Chancen zu priorisieren.
  • Schritt 3 — Keyword-Set erstellen: Ergänzen Sie Ihr Fokus-Keyword um Synonyme, Longtail-Varianten, W-Fragen und WDF*IDF-Begriffe. Ein vollständiges Keyword-Set umfasst typischerweise 15 bis 30 Begriffe pro Text.

Lokaler Vorteil

Für ein Weimarer Unternehmen sind Longtail-Keywords wie 'Steuerberater Weimar Existenzgründung' oder 'Webdesign Thüringen' Gold wert: hohes Kaufinteresse, überschaubarer Wettbewerb. Nationale Begriffe wie 'Steuerberater' sind dagegen praktisch uneinnehmbar.

Aufbau eines Keyword-Sets: Die vier Bestandteile

Ein Keyword-Set ist mehr als eine Stichwortliste. Es besteht aus vier Bestandteilen, die zusammen dafür sorgen, dass Ihr Text thematisch vollständig ist und von Google als relevant erkannt wird.

  • Fokus-Keyword: Der Hauptbegriff, für den Sie optimieren. Er gehört in die Überschrift, die Einleitung, die URL und die Meta-Description. Beispiel: 'Keyword-Recherche'.
  • Neben-Keywords: Synonyme und verwandte Begriffe, die das Thema abrunden. Für 'Keyword-Recherche' wären das zum Beispiel 'Suchbegriffe finden', 'SEO-Keywords' oder 'Keyword-Analyse'.
  • W-Fragen: Echte Nutzerfragen aus der Google-Suche — 'Wie mache ich eine Keyword-Recherche?', 'Welche Keywords sind die besten?'. Diese Fragen werden durch Voice Search immer wichtiger und eignen sich hervorragend für FAQ-Bereiche.
  • WDF*IDF-Keywords: Begriffe, die in den aktuellen Top-10-Ergebnissen für Ihr Fokus-Keyword besonders häufig vorkommen. Sie signalisieren Google thematische Vollständigkeit. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Keywords aufbewahren

Nicht jedes recherchierte Keyword passt in den aktuellen Text. Legen Sie eine Keyword-Sammlung an und bewahren Sie alle nicht verwendeten Begriffe auf. Sie sind die Basis für künftige Texte, Blogartikel oder Unterseiten.

WDF*IDF-Analyse: Der Feinschliff für Ihre Texte

WDF*IDF steht für Within Document Frequency mal Inverse Document Frequency — klingt kompliziert, ist aber im Kern einfach: Die Analyse vergleicht Ihren Text mit den aktuellen Top-10-Ergebnissen bei Google und zeigt Ihnen, welche Begriffe dort häufig vorkommen, die in Ihrem Text noch fehlen.

In der Praxis bedeutet das: Sie nehmen die zehn bis zwanzig relevantesten WDF*IDF-Begriffe und bauen sie natürlich in Ihren Text ein. Das signalisiert Google, dass Ihr Text das Thema vollständig abdeckt — ein starkes Relevanzsignal.

  • Besonders wirksam für Seiten, die bereits auf Seite 2 ranken: Die fehlenden WDF*IDF-Begriffe können der letzte Schub auf Seite 1 sein.
  • Nicht jeder vorgeschlagene Begriff passt. Filtern Sie nach Relevanz — Navigationselemente und generische Begriffe aus Sidebars verfälschen manchmal die Analyse.
  • Nutzen Sie spezialisierte Tools für die Analyse. Manche SEO-Suiten integrieren WDF*IDF direkt in ihren Texteditor.

Nicht übertreiben

WDF*IDF ist ein Hilfsmittel, kein Dogma. Wenn ein vorgeschlagener Begriff nicht natürlich in Ihren Text passt, lassen Sie ihn weg. Google erkennt, ob ein Text für Leser geschrieben wurde oder für einen Algorithmus — und bestraft Letzteres.

Tool-Landschaft: Welche Werkzeuge Sie wirklich brauchen

Die gute Nachricht: Für eine solide Keyword-Recherche brauchen Sie kein teures Tool-Abonnement. Mit den richtigen kostenlosen Werkzeugen kommen Sie erstaunlich weit.

  • Suchvolumen und Keyword-Ideen: Der Google Ads Keyword Planer ist die primäre Quelle — er greift auf die tatsächliche Google-Datenbasis zu. Ergänzend liefern Ubersuggest und ähnliche Tools weitere Vorschläge.
  • Longtail-Keywords und Varianten: keywordtool.io und vergleichbare Tools generieren lange, spezifische Keyword-Kombinationen, die in der Hauptrecherche oft untergehen.
  • W-Fragen und Nutzerfragen: Die Google-Suche selbst ('Weitere Fragen'), answerthepublic und Alsoasked.com zeigen echte Nutzerfragen zu Ihrem Thema.
  • WDF*IDF-Analyse: Spezialisierte Tools analysieren die Top-10-Ergebnisse und zeigen Ihnen die relevanzsteigernden Begriffe. Für die gelegentliche Nutzung gibt es kostenlose Varianten.

Der wichtigste Tipp: Verlassen Sie sich nie auf ein einzelnes Tool. Jedes hat blinde Flecken. Kombinieren Sie mindestens zwei bis drei Quellen für eine vollständige Keyword-Recherche.

Ihr erster Schritt

Öffnen Sie den Google Ads Keyword Planer, geben Sie Ihre wichtigste Leistung plus Ihren Standort ein (z.B. 'Webdesign Weimar') und sehen Sie sich die Ergebnisse an: Suchvolumen, verwandte Begriffe, saisonale Trends. Das dauert zehn Minuten und gibt Ihnen ein erstes Gefühl für Ihre Keyword-Landschaft.

In der Praxis: Keyword-Recherche für lokale Unternehmen

Für lokale Unternehmen in Weimar und Thüringen gelten besondere Spielregeln bei der Keyword-Recherche. Die gute Nachricht: Sie spielen auf einem Feld, auf dem nationale Anbieter kaum mithalten können.

  • Denken Sie lokal: 'Elektriker' hat enormen Wettbewerb. 'Elektriker Weimar Altbau' hat wenig Wettbewerb und hohe Kaufabsicht. Kombinieren Sie Ihre Leistung mit Ort, Spezialisierung und konkretem Bedarf.
  • Nutzen Sie Voice-Search-Muster: Immer mehr Suchanfragen kommen per Sprachbefehl: 'Wo ist der nächste Zahnarzt?' oder 'Wer macht Webdesign in Weimar?'. Beantworten Sie diese natürlich formulierten Fragen auf Ihrer Website.
  • Ein Fokus-Keyword pro Seite: Erstellen Sie für jede Leistung eine eigene Seite mit eigenem Keyword-Set. 'Webdesign Weimar' und 'SEO Weimar' gehören auf getrennte Seiten, nicht auf eine.
  • Analysieren Sie Ihre Wettbewerber: Welche lokalen Anbieter ranken für Ihre wichtigsten Begriffe? Welche Themen decken sie ab, welche nicht? Die Lücken sind Ihre Chance.

Keyword-Recherche ist keine Einmalaktion

Suchverhalten ändert sich. Neue Begriffe tauchen auf, alte verlieren Relevanz. Prüfen Sie Ihre wichtigsten Keywords alle sechs bis zwölf Monate und passen Sie Ihre Inhalte an. Eine Seite, die einmal gut rankt und dann nie aktualisiert wird, verliert über Zeit ihre Position.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Keyword-Recherche ist der erste Schritt jeder Content-Produktion: Ohne sie schreiben Sie an den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe vorbei.
  • Jede Seite braucht ein klares Fokus-Keyword plus ein Keyword-Set aus Synonymen, W-Fragen und relevanzsteigernden Begriffen.
  • Lokale Longtail-Keywords wie 'Zahnarzt Weimar Angstpatienten' haben weniger Wettbewerb und die höchste Kaufabsicht.
  • Die WDF*IDF-Analyse zeigt Ihnen, welche Begriffe in den Top-Ergebnissen vorkommen — und welche Ihrem Text noch fehlen.
  • Wählen Sie nur Themen, bei denen Sie echte Expertise haben. Google bewertet nicht nur den Text, sondern auch, ob der Absender glaubwürdig ist.

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