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Online-Marketing

Webinar-Marketing — Fachwissen teilen und dabei Kunden gewinnen

Ein klassischer Vertriebstermin funktioniert einmal. Ein gutes Webinar funktioniert hundertmal — live, on-demand und als Aufzeichnung. Wer sein Fachwissen strukturiert teilt, gewinnt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern qualifizierte Kontakte.

Was Webinare sind — und warum sie im B2B so gut funktionieren

Ein Webinar verbindet die Tiefe eines Fachvortrags mit der Reichweite des Internets. Ein Experte präsentiert live zu einem Thema, Teilnehmer schalten sich von überall zu, stellen Fragen im Chat und interagieren in Echtzeit. Im Kern ist ein Webinar ein Vertriebstermin, der beliebig oft funktioniert — und dabei skaliert.

Im B2B sind Webinare besonders wirkungsvoll, weil sie zwei Dinge gleichzeitig leisten: Sie teilen echtes Fachwissen — und gewinnen dabei qualifizierte Kontakte. Wer sich für ein Webinar registriert, hat bereits Interesse an Ihrem Thema. Das ist ein völlig anderer Ausgangspunkt als bei Kaltakquise.

Drei Webinar-Typen

Live-Webinare sind am häufigsten: fester Termin, Vortrag mit anschließender Fragerunde. On-Demand-Webinare sind aufgezeichnet und jederzeit abrufbar — perfekt als dauerhafter Leadmagnet auf Ihrer Website. Automatisierte Webinare kombinieren beides: eine perfekt geschnittene Aufzeichnung in einer Live-Umgebung, der Speaker steht danach für Fragen zur Verfügung.

Phase 1: Konzeption und Planung — das Fundament Ihres Webinars

Ein erfolgreiches Webinar beginnt Wochen vor dem Termin — mit klaren Zielen, dem richtigen Thema und einem durchdachten Ablauf. Die Konzeption ist die Phase, in der über Erfolg oder Misserfolg entschieden wird.

  • Ziel definieren: Wollen Sie neue Leads generieren, bestehende Kontakte in die nächste Verkaufsphase führen oder Bestandskunden binden? Das Ziel bestimmt alles — Thema, Tonalität, Call-to-Action.
  • Thema festlegen: Binden Sie Ihr Vertriebsteam ein — es kennt die Fragen und Probleme Ihrer Zielgruppe am besten. Bewährte Themen: Best Practices eines Kunden, Diskussionsrunden mit Experten, Tutorials, Checklisten-Präsentationen.
  • Den richtigen Vortragenden wählen: Fachkenntnis ist Pflicht, eine angenehme Stimme und echte Begeisterung für das Medium sind Kür. Achtung: Wer auf der Bühne überzeugt, muss virtuell nicht die erste Wahl sein.
  • Call-to-Action planen: Was sollen Teilnehmer nach dem Webinar tun? Beratungstermin buchen, Whitepaper downloaden, sich für die nächste Session anmelden? Definieren Sie das vorher — nicht erst in der letzten Folie.

Timing und Bewerbung

Dienstag bis Donnerstag, zehn bis zwölf Uhr — das sind die besten Zeitfenster. Starten Sie die Bewerbung zwei Wochen vorher. Die meisten Anmeldungen kommen in der letzten Woche. Nutzen Sie E-Mail, Social Media und Ihr persönliches Netzwerk. Und planen Sie einen Kollegen als ersten Fragesteller ein — das bricht das Eis.

Phase 2 und 3: Durchführung und Nachbereitung — wo der ROI entsteht

Die Durchführung selbst ist überraschend kurz — dreißig bis sechzig Minuten Vortrag plus Diskussion. Die Vorbereitung und vor allem die Nachbereitung sind entscheidender für den Erfolg.

  • Technik-Check einige Tage vorher: Übergaben durchspielen, Moderator-Speaker-Wechsel testen, Folien und Demos prüfen. Nichts zerstört ein Webinar schneller als technische Pannen.
  • Teilnehmerliste vorab ansehen: Welche Unternehmen, welche Rollen? Passen Sie Ihr Vokabular an. Ein Webinar für Geschäftsführer klingt anders als eines für Entwickler.
  • Nachbereitung innerhalb von 24 Stunden starten: Senden Sie die Aufzeichnung, die Folien und ein klares Follow-up. Die Aufzeichnung ist auch für Angemeldete wertvoll, die nicht teilnehmen konnten — eine eigene E-Mail-Strecke wert.
  • Lead-Listen sofort an den Vertrieb geben: Drei Listen erstellen — Teilnehmer, Angemeldete ohne Teilnahme, und die wertvollsten Kontakte mit persönlicher Ansprache. Je schneller der Vertrieb handelt, desto höher die Konversion.

Der häufigste Fehler: Verspätetes Follow-up

Das Webinar war großartig, die Teilnehmer begeistert — und dann passiert zwei Wochen nichts. Bis die Follow-up-Mail kommt, haben die Teilnehmer Sie vergessen. Bereiten Sie E-Mail-Vorlagen und den Nachbereitungsplan vor dem Webinar vor. Nicht danach.

Phase 4: Erfolgsmessung — die Zahlen, die zählen

Ein Webinar ist kein Selbstzweck — es muss messbare Ergebnisse liefern. Vier Kennzahlen zeigen Ihnen, ob sich der Aufwand gelohnt hat.

  • Neu generierte Leads: Wie viele neue Kontakte haben sich registriert, die Sie vorher nicht hatten? Das ist die Grundlage jeder Webinar-Bewertung.
  • Reaktivierte Kontakte: Wie viele bestehende Leads haben teilgenommen und damit erneut Interesse gezeigt? Das ist oft wertvoller als Neukontakte.
  • Kundentermine: Wie viele konkrete Gesprächstermine sind aus dem Webinar entstanden? Nicht sofort, sondern in den Wochen danach — tracken Sie das im CRM.
  • Verkaufschancen: Wie viele Teilnehmer sind in eine aktive Verkaufsphase eingetreten? Das ist die Zahl, die Ihre Geschäftsleitung interessiert.

Vertrieb muss dokumentieren

Die besten Webinar-KPIs nützen nichts, wenn der Vertrieb seine Aktivitäten nicht im CRM festhält. Vereinbaren Sie vorher: Jeder Folgekontakt wird dokumentiert, jede Statusänderung eines Leads getrackt. Nur so sehen Sie den echten Return Ihrer Webinar-Investition.

On-Demand-Webinare und der Einstieg für lokale Unternehmen

Live-Webinare sind der Anfang — aber On-Demand-Webinare arbeiten rund um die Uhr für Sie. Einmal aufgezeichnet und auf Ihrer Website hinter einem Registrierungsformular platziert, generieren sie Leads, während Sie schlafen.

  • Jeder Dienstleister mit Fachwissen kann ein Webinar halten: Steuerberater erklären neue Regelungen, IT-Berater zeigen Sicherheitslücken auf, Handwerker präsentieren energieeffiziente Lösungen. Fachwissen ist Ihr Kapital — teilen Sie es.
  • Die Einstiegshürde ist niedrig: Zoom oder Teams reichen, Ihr Laptop hat eine Webcam, das Thema kennen Sie besser als jeder andere. Für das erste Webinar brauchen Sie keine Spezial-Software.
  • Externe Webinar-Plattformen als Abkürzung: Fachmagazine und Branchenverbände bieten Slots in ihren Webkonferenzen an. Sie bekommen Zugang zu deren Adresslisten — eine schnelle Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen.
  • On-Demand als Dauerbrenner: Zeichnen Sie jedes Live-Webinar auf. Mit Registrierungsformular auf Ihrer Website wird es zum immergrünen Leadmagneten — monatelang, ohne weiteren Aufwand.

Start-Empfehlung für KMU

Ihr erstes Webinar muss nicht perfekt sein. Laden Sie zehn bis zwanzig Kontakte aus Ihrem Netzwerk ein, präsentieren Sie ein Thema, das Sie im Schlaf beherrschen, und sammeln Sie Feedback. Das Ergebnis: eine Aufzeichnung für Ihre Website, erste Erfahrung mit dem Format und ein gutes Gefühl dafür, was Ihre Zielgruppe wirklich hören will.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Webinare sind der stärkste Leadmagnet im B2B: Teilnehmer registrieren sich freiwillig mit ihren Kontaktdaten, weil sie einen echten Mehrwert erwarten.
  • Je weniger werblich ein Webinar, desto erfolgreicher. Der unmittelbare Nutzen für die Teilnehmer entscheidet, nicht Ihre Produktpräsentation.
  • Das Holy-Four-Framework strukturiert den gesamten Prozess: Konzeption, Durchführung, Nachbereitung und Erfolgsmessung. Jede Phase hat klare Aufgaben.
  • Die Nachbereitung entscheidet über den ROI: Die erste Follow-up-Mail muss innerhalb von 24 Stunden rausgehen — mit Aufzeichnung, Folien und einem konkreten nächsten Schritt.
  • On-Demand-Webinare arbeiten rund um die Uhr für Sie: Einmal aufgezeichnet, generieren sie dauerhaft Leads über Ihre Website.

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