Suchmaschinenmarketing — SEO und SEA richtig kombinieren
Die meisten Kundenanfragen starten bei Google. Suchmaschinenmarketing (SEM) verbindet organische Sichtbarkeit und bezahlte Anzeigen zu einer Strategie, die kurzfristig und langfristig funktioniert.
Was ist Suchmaschinenmarketing? Der Oberbegriff für SEO und SEA
Suchmaschinenmarketing (SEM — Search Engine Marketing) ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen, mit denen Sie über Suchmaschinen wie Google Kunden erreichen. SEM umfasst zwei Teilbereiche: die unbezahlte Suchmaschinenoptimierung (SEO) und die bezahlte Suchmaschinenwerbung (SEA).
Für lokale Unternehmen ist SEM der zentrale Bereich im Online-Marketing, denn die große Mehrheit aller Kundenanfragen beginnt mit einer Google-Suche. Wer 'Steuerberater Weimar', 'Friseur in meiner Nähe' oder 'Fenster reparieren Thüringen' eingibt, hat eine klare Kaufabsicht. Suchmaschinenmarketing sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen bei genau diesen Suchen erscheint.
SEM auf einen Blick
SEM = SEO + SEA. SEO bringt Sie in die unbezahlten Ergebnisse (langfristig, nachhaltig). SEA bringt Sie in die bezahlten Anzeigen (sofort, kostet pro Klick). Zusammen bilden sie eine vollständige Suchmaschinen-Strategie.
SEO vs. SEA — Stärken, Schwächen und wann was passt
SEO und SEA sind keine Gegenspieler, sondern ergänzen sich. Trotzdem ist es wichtig, die Unterschiede zu kennen — damit Sie Ihr Budget und Ihre Zeit richtig einsetzen.
- Geschwindigkeit: SEA liefert sofortige Sichtbarkeit (innerhalb von Stunden). SEO braucht Wochen bis Monate, bis Ergebnisse sichtbar werden.
- Kosten: SEA kostet pro Klick (typisch 1-5 Euro für lokale Keywords). SEO kostet einmalig für Optimierung und laufend für Content — aber keine Klickgebühren.
- Nachhaltigkeit: SEO-Ergebnisse halten langfristig an, auch wenn Sie weniger investieren. SEA stoppt sofort, wenn das Budget aufgebraucht ist.
- Vertrauen: Organische Ergebnisse (SEO) genießen mehr Vertrauen als Anzeigen. Viele Nutzer überspringen bewusst die Anzeigen und klicken auf organische Treffer.
- Kontrolle: SEA gibt Ihnen volle Kontrolle über Position, Zeitpunkt und Budget. Bei SEO entscheidet Google, wo Sie stehen.
- Messbarkeit: Beide sind messbar, aber SEA liefert schneller klare Daten. SEO-Ergebnisse brauchen mehr Geduld und ein gutes Tracking-Setup.
Die Faustregel
SEO ist wie ein Garten: Sie pflanzen, pflegen und ernten langfristig. SEA ist wie ein Marktstand: Sie bezahlen den Standplatz und verkaufen sofort. Die besten Ergebnisse erzielen Unternehmen, die beides haben — den Garten für die Zukunft und den Marktstand für heute.
Der richtige SEM-Mix für Ihr Unternehmen
Wie viel SEO und wie viel SEA Sie einsetzen sollten, hängt von Ihrer Situation ab. Es gibt keine Universalformel, aber bewährte Ansätze für verschiedene Ausgangspositionen.
- Neugründung oder neue Website: Starten Sie mit 70% SEA und 30% SEO. Sie brauchen sofort Sichtbarkeit und können sich den langsamen SEO-Aufbau nicht leisten. Parallel investieren Sie in SEO, um langfristig unabhängig von Ads zu werden.
- Etabliertes Unternehmen ohne Online-Präsenz: Beginnen Sie mit 50/50. Ihre bestehende Reputation und Kundenbasis geben Ihnen etwas Puffer. Investieren Sie gleichzeitig in eine gute Website (SEO) und gezielte Anzeigen (SEA).
- Unternehmen mit guter Website, aber wenig Sichtbarkeit: Fokussieren Sie auf 70% SEO und 30% SEA. Ihre Website ist bereit — jetzt braucht sie Inhalte und Optimierung, um bei Google zu ranken. Ads ergänzen dort, wo SEO noch nicht greift.
- Gut rankende Website: Reduzieren Sie SEA auf 10-20% und investieren Sie den Rest in SEO-Pflege und Content-Ausbau. Nutzen Sie Ads nur noch für saisonale Aktionen oder neue Leistungen.
Der häufigste Fehler
Viele Unternehmen investieren nur in SEA, weil die Ergebnisse sofort sichtbar sind — und vernachlässigen SEO komplett. Das ist wie Miete zahlen statt ein Haus zu bauen. Sie bleiben ewig von Google Ads abhängig und zahlen immer mehr, je stärker der Wettbewerb wird.
SEM-Erfolg messen — Die Kennzahlen, die wirklich zählen
Suchmaschinenmarketing ist einer der am besten messbaren Bereiche im Marketing überhaupt. Aber nicht jede Zahl ist gleich wichtig. Konzentrieren Sie sich auf die Kennzahlen, die tatsächlich etwas über Ihren Geschäftserfolg aussagen.
- Organische Sichtbarkeit (SEO): Für wie viele relevante Suchbegriffe erscheint Ihre Website bei Google? Auf welchen Positionen? Tools wie Google Search Console zeigen Ihnen das kostenlos.
- Klickrate (CTR): Wie viele Menschen, die Ihr Ergebnis sehen, klicken auch darauf? Eine niedrige CTR deutet auf schwache Titel und Beschreibungen hin — das lässt sich verbessern.
- Kosten pro Anfrage (CPA): Die wichtigste Kennzahl für SEA. Wie viel kostet Sie eine tatsächliche Kundenanfrage? Teilen Sie Ihre Ads-Ausgaben durch die Anzahl der Anfragen. Liegt der CPA deutlich unter Ihrem Auftragswert, läuft die Kampagne profitabel.
- Return on Investment (ROI): Wie viel Umsatz generieren Sie pro investiertem Euro in SEM? Berechnen Sie den Gesamtumsatz aus SEM-generierten Anfragen und teilen Sie ihn durch Ihre Gesamtkosten (Ads + SEO-Investition).
- Entwicklung über Zeit: Steigt Ihre organische Sichtbarkeit? Sinken Ihre Kosten pro Anfrage? Kommen mehr Besucher über unbezahlte Suche? Diese Trends zeigen, ob Ihre Strategie funktioniert.
Einfacher Monats-Check
Schauen Sie monatlich auf drei Zahlen: (1) Wie viele Besucher kamen über Google (organisch + bezahlt)? (2) Wie viele Anfragen kamen darüber rein? (3) Was hat es gekostet? Mehr brauchen Sie am Anfang nicht. Den Rest optimieren Sie über Zeit.
Das Ziel jeder SEM-Strategie ist klar: Langfristig mehr Anfragen über Google bekommen — und dabei die Kosten pro Anfrage über Zeit zu senken, indem SEO immer mehr der Arbeit übernimmt, die heute noch bezahlte Anzeigen leisten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- SEM ist der Oberbegriff für SEO (unbezahlt) und SEA (bezahlt) — beides gehört zusammen.
- SEO ist langfristig nachhaltiger, SEA bringt sofortige Ergebnisse — die beste Strategie kombiniert beides.
- Der richtige Mix hängt von Ihrer Ausgangslage ab: Neugründungen brauchen mehr SEA, etablierte Unternehmen mehr SEO.
- Messen Sie monatlich: Besucher, Anfragen und Kosten pro Anfrage zeigen, ob Ihre SEM-Strategie funktioniert.
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